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Platz für 19 200 Tiere entsteht : Hähnchenmast am Rande der Lewitz

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Der Bau der Mastanlage zwischen Damm und Matzlow schreitet voran. Bis Anfang September will die Firma Biogeflügel Mecklenburg GmbH an der Straße L 09 zwei Stallgebäude von jeweils 1600 Quadratmetern fertigstellen.

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erstellt am 17.Aug.2012 | 07:14 Uhr

Matzlow | Der Bau der Mastanlage für Bio-Hähnchen zwischen Damm und Matzlow schreitet sichtbar voran. Bis Anfang September - so Marketingleiter Andreas Oberheu - will die in Severin ansässige Firma Biogeflügel Mecklenburg GmbH an der Straße L 09 auf einer umzäunten Fläche von zehn Hektar zwei Stallgebäude von jeweils 1600 Quadratmetern fertigstellen und dann mit 19 200 Masthähnchen bestücken.

Laut Geschäftsführer Armin Kremer ist die Produktion von Bio-Hähnchen gemäß der EU-Öko-Verordnung geplant. "Wir setzen auf Klasse und nicht auf Masse." Demgemäß werden innerhalb von 81 Tagen pro Quadratmeter lediglich sieben Hähnchen gemästet. Für jedes Tier stehe eine Auslauffläche von jeweils vier Quadratmetern zur Verfügung. "Die Besatzdichte muss Komfort und Wohlbefinden der Tiere gewährleisten." Bei konventionellen Anlagen mit 30 000 oder gar 50 000 Tieren pro Stall sei das Schlachtgewicht hingegen bereits nach 30 bis 40 Tagen erreicht "und es gibt dort keine Auslaufflächen". Laut Kremer herrscht eine große Nachfrage nach Qualitätsgeflügel. "Unser Unternehmen hat für seine Produkte viele Auszeichnungen errungen." Deshalb werde auch versucht, den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden. "Wir sind stolz darauf, sogar Kindernahrungshersteller beliefern zu dürfen." Bei den vier bis fünf Ausstallungen fallen jeweils acht Tonnen Hühnerkot pro Jahr und Stall an. Der Dung werde zentral in Zieslübbe gesammelt und dann auf Felder ausgebracht, wo Hühnerfutter produziert werde. "Wir streben einen abfalllosen Kreislauf an."

Bei einer Informationsveranstaltung in Damm hatte Planungsingenieur Jörn Berger (Rostock) im Frühjahr darauf hingewiesen, dass sich innerhalb eines Radius von 800 Metern keine Wohnbebauung befindet. Für die befürchtete Geruchsbelästigung hatte er die Daten konventioneller Anlagen zugrunde gelegt und war von einer bodennahen Geruchsquelle ohne Verdünnung ausgegangen. Im Abstand von 225 Metern liege selbst bei diesem äußerst ungünstigen Szenario eine Geruchsbelästigung mit einer Häufigkeit pro Jahresstunde bei lediglich zwei Prozent "und ist deshalb irrelevant". Mit Ammoniak in einer Konzentration von einem Mikrogramm pro Kubikmeter sei im Abstand von 118 Metern zu rechnen, mit drei Mikrogramm pro Kubikmeter bei 72 Metern. Die Lärmbelastung von maximal 20 Dezibel sei gering.

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