zur Navigation springen

Schweriner Schüler machen Theater : Gymnasiasten auf der großen Bühne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Theatergruppe vom Goethegymnasium bereitet unter Leitung von Schauspieler Bernhard Meindl Auftritt im Staatstheater vor

Die Theatergruppe am Goethegymnasium Schwerin (Taggs) hat zwar knapp das Bundesfinale der Jugendtheatergruppen in Berlin verpasst, doch in der Erfolgsspur sind die jungen Leute um Schauspieler Bernhard Meindl allemal. Sie bereiten sich gerade mit ihrem neuen Stück auf einen Auftritt im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters vor. Nach mehreren ausverkauften Vorstellungen mit anderen Stücken auf der kleinen Bühne im E-Werk hat ihnen Intendant Joachim Kümmritz jetzt das Große Haus zugetraut. Am 21. Juni hat dort das Stück „Deine Mutter ist eine Fremde“ Premiere.

Die Proben dazu laufen seit Wochen. Es ist eine Collage aus Texten von der Antike über Georg Büchner bis zur Gegenwart, die die Schüler mit Pädagogin Anne Holz, Regieassistent Moritz Gräber, selbst jahrelang bei Taggs aktiv, und Regisseur Bernhard Meindl erarbeitet haben. Und die Texte haben es in sich: Wuchtig und laut, eindringlich und ausdrucksstark akzentuiert werden sie vorgetragen – als Monolog oder als Streitgespräch im Duett oder auch im Chor. Alle werden einbezogen. „Ihr könnt die Sprache genießen. Die Worte müssen mit Energie kommen, aber nicht zu schnell“, tönen die Hinweise von Meindl. Die Konfrontation zweier Gruppen auf der Bühne wird durch diagonale Positionierung unterstrichen, angeführt von den Wortführern. Die Schüler probieren sich aus, agieren sicher und professionell. Die Bühnenerfahrung ist unverkennbar. „Das Arbeiten mit dieser Gruppe macht Spaß“, vermerkt Meindl. „Die Schüler merken, sie werden als Schauspieler ernst genommen. Deshalb brennen sie darauf, zu spielen, sich kreativ einzubringen. Hier kämpfen alle gemeinsam für ein Ergebnis: für eine gute Vorstellung auf der großen Bühne.“

Die Schüler ihrerseits stellen dem Regisseur gute Noten aus. „Es ist nicht nur cool, sondern auch eine Ehre, mit einem richtigen Theaterschauspieler zusammenzuarbeiten“, sagt Elftklässler Golo. „Extrem schön finde ich, dass wir uns aktiv einbringen können und auch wir Vorschläge machen, Szenen so oder so zu spielen.“

„Die Atmosphäre ist toll“, unterstreicht Ruben. „Es ist wie ein Treffen von Freunden. Deshalb macht die Arbeit so viel Spaß“, sagt der 16-Jährige.

„Es ist anstrengend, aber schön“, betont auch Klara. „Theater ist Arbeit, kein Kinderkram, und mit Bernhard Meindl läuft das sehr professionell. Schade, dass sein Engagement am Theater ausläuft und es das letzte Stück ist, das er mit uns macht“, bedauert die 16-Jährige.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen