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Gute Arbeitsmarktentwicklung in Schwerin : Gute Konjunktur sorgt für Jobs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Arbeitsagentur-Chef Guntram Sydow rechnet damit, dass sich der Rückgang der Erwerbslosenzahl in diesem Jahr fortsetzt

von
erstellt am 03.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt im neuen Jahr? Guntram Sydow, Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, ist optimistisch. Seine Prognose: Die Zahl der Erwerbslosen wird weiter zurückgehen, wenn auch vielleicht nicht ganz so stark wie im vergangenen Jahr. Positiv seien jedenfalls die konjunkturellen Vorzeichen: „Die Unternehmen brauchen Fachkräfte und sie suchen zunehmend auch wieder Helfer“, sagt Sydow, der heute die Zahl der Arbeitslosen und der offenen Stellen für Dezember bekanntgeben wird.

Im November waren in der Region 17 354 Menschen erwerbslos gemeldet, die Arbeitslosenquote lag bei 7,1 Prozent, im Januar 2016 hatte die Erwerbslosenzahl noch bei 21 191 gelegen, was einer Quote von 8,6 Prozent entsprach. „Die Arbeitslosigkeit in Westmecklenburg ist im Jahresverlauf also deutlich zurückgegangen. Den Tiefststand hatten wir im Oktober mit einer Quote von erstmals unter sieben Prozent“, erklärt der Leiter der Arbeitsagentur.

In der Landeshauptstadt ging die Zahl der Arbeitslosen von Januar bis November von 5099 auf 4545 zurück. Die Erwerbslosenquote sank von 10,5 auf 9,4 Prozent, tiefster Stand ebenfalls im Oktober mit 9,3 Prozent. Die Arbeitsmarkt-Zahlen im Westen Mecklenburgs näherten sich immer mehr den Zahlen etwa des benachbarten Schleswig-Holsteins an, sagt Sydow.

Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer, auf die sich der Agentur-Chef bezieht, wollen knapp 70 Prozent der Betriebe in der Region ihr Personal halten, mehr als jedes fünfte Unternehmen plane Neueinstellungen. Gefragt seien nach den Erhebungen der Arbeitsagentur unter anderem Verfahrensmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Metallbauer, Gesundheitsberufe, der Bereich Lager und Logistik sowie Berufskraftfahrer.

Gut 45 Millionen Euro haben die Arbeitsagentur und die Jobcenter Westmecklenburgs nach Angaben von Sydow im vergangenen Jahr in die Hand genommen, um rund 14 000 Frauen und Männer durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu fördern. „In diesem Jahr steht uns wieder eine solche Summe zur Verfügung“, so der Agentur-Leiter.

Ausdrücklich ermuntert Sydow junge Leute, in der Region zu bleiben und sich einen Ausbildungsplatz in der Heimat zu suchen. Weil es weit mehr Lehrstellen als Bewerber gäbe, könnten Jugendlichen oft zwischen Ausbildungsplätzen wählen. Als eine große Herausforderung, aber auch Chance der kommenden Jahre bezeichnet der Chef der Arbeitsagentur die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt.

Von Januar bis November vergangenen Jahres wurden dem Gemeinsam Arbeitgeberservice Westmecklenburg insgesamt rund 14 700 offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, rund sieben Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015. „Dabei handelt es sich zum ganz überwiegenden Teil um Vollzeitstellen“, betont Sydow.

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