Gut informiert in den Beruf starten

Im Gespräch: Michael Rulff, SVZ-Geschäftsstellenleiter Schwerin-Gadebusch, Franziska Janenz (Sparkassen-Auszubildende, 1. Lehrjahr), Diedrich Baxmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, und Stephan Richter, Sprecher der Chefredakteure (v.l.).
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Im Gespräch: Michael Rulff, SVZ-Geschäftsstellenleiter Schwerin-Gadebusch, Franziska Janenz (Sparkassen-Auszubildende, 1. Lehrjahr), Diedrich Baxmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, und Stephan Richter, Sprecher der Chefredakteure (v.l.).

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09. September 2012, 07:07 Uhr

Schwerin | Maurer oder Polizist, Koch oder Altenpfleger, Friseur oder Kaufmann. Die Vielfalt der Berufe ist groß, ebenso die Ratlosigkeit vieler Jugendlicher bei der Berufswahl. Wer noch nicht wusste, was er werden möchte, war am Sonnabend im Verlagshaus- medienhaus:nord genau richtig. Die Schweriner Volkszeitung hatte gemeinsam mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin zum 15. Lehrstellentag eingeladen. 82 Firmen, Verbände und Institutionen informierten über Ausbildungswege, Berufsbilder und Zukunftsperspektiven. Ziel war es, den Jugendlichen eine Entscheidungshilfe für ihre berufliche Zukunft zu bieten. Die Unternehmen hatten zugleich die Möglichkeit, für sich und ihre freien Lehrstellen zu werben. Insbesondere in einer Region, in der meist mehr Lehrstellen zur Verfügung stehen als Personal.

Stephan Richter, Sprecher der Chefreda kteure, lobte das Engagement der Aussteller. Sie übernähmen Verantwortung in Zeiten, in denen die Demografie den Bewerbermarkt stark verändert habe, so Richter. "Sie sind ein guter Ausweis für die Region und die heimische Wirtschaft." Ausbildung sei die Investition in die Zukunft, nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Unternehmen. Diedrich Baxmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, bezeichnete die Informationsmeile als "win-win-Situation": Unternehmen su chen neue Kräfte, junge Leute einen ansprechenden Ausbildungsplatz.

Auf der Suche nach Lehrlingen mit Ausbildungsbeginn im nächsten Jahr ist auch Enriko Künstler. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir geeignete Bewerber ausschließlich über derartige Lehrstellenbörsen finden", sagte der Ausbildungsbeauftragte des Unternehmens ReformKontor. Er hofft so, den Fachkräfte-Nachwuchs im Betrieb zu sichern. Derzeit lernen sieben junge Leute in drei Berufen bei dem Lebensmittelhersteller aus Zarrentin. Einer von ihnen ist Dominik Beckmann, Auszubildender zur Fachkraft für Lagerlogistik im dritten Lehrjahr. Er selbst ist ebenfalls über eine Ausbildungsmesse zum Unternehmen gekommen. Jetzt informierte er die jugendlichen Besucher über Lehrzeit, Inhalte und Anforderungen seines Berufes. Das ist Teil des Konzeptes des SVZ-Lehrstellentages: Junge Mitarbeiter, darunter viele Azubis, stehen an den Ständen als Ansprechpartner bereit und nehmen den gleichaltrigen Besuchern damit die Hemmung, in ein Gespräch zu kommen. "Es macht viel Spaß, hier von meinen Erfahrungen erzählen zu können", sagt Dominik Beckmann.

Großes Interesse an handwerklichen Berufen verzeichnete Nicole Dierker-Refke von der Kreishandwerkerschaft Schwerin. "Am meisten nachgefragt waren Berufe aus dem Elektrobereich und Tischler." Für das Handwerk ein wichtiger Zuspruch: "Die Betriebe finden kaum noch Jugendliche, die sie begeistern können", so Dierker-Refke. "Viele junge Menschen wissen gar nicht, was das Handwerk ausmacht, dass kreative Köpfe und engagierte Leute gefragt sind."

Auch das Angebot am Stand der Awo Soziale Dienste gGmbH wurde gut angeno mmen. "Erstaunlich viele Jugendliche sind gezielt zu uns gekommen, weil sie sich für eine Ausbildung in der Altenpflege interessieren", erzählte Madeleine Olomek, Sach bearbeiterin in der Personalabteilung der Awo. Die Börse biete ein sehr gutes Forum für Unternehmen, Nachwuchs zu werben. "Für uns ist das umso wichtiger, da sonst nicht viele junge Menschen in die Altenpflege möchten und es sehr schwierig ist, Leute zu über zeugen."

Wissbegierige Jugendliche freuten sich über Gewinne

Am Ende des SVZ-Lehrstellentages gab es für wissbegierige Besucher noch etwas zu gewinnen. Jeder, der sich an einem Informationsstand von den vielleicht zukünftigen Arbeitgebern beraten ließ, erhielt dafür einen Stempel. Wer mindestens fünf Stempel gesammelt hatte, durfte am Gewinnspiel teilnehmen. So wie Lukas Böttcher aus Schwerin. Er freute sich über den Hauptgewinn - ein iPad 2. Till Werner aus Dabel gewann als zweiten Preis einen iPod touch. Der dritte Preis ging an Carolin Miosga. Die Schwerinerin konnte einen Gutschein für vier Personen für das Schloss Basthorst entgegennehmen. Weitere Gewinne gingen an Lea Sophie Hasutta und Christin Follert aus Schwerin (je einen Gutschein für das Alpincenter Hamburg-Wittenburg) sowie an Jasmin Piper aus Wendisch Waren und Christoph Hellbach aus Dümmer (je einen Gutschein vom Schweriner Kletterwald).

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