Crivitz: : Grundstein für Amts-Anbau gelegt

Die gefüllte Schatulle wurde in die Bodenplatte versenkt: Amtsausschussvorsitzender Ronald Radscheidt griff zur Schaufel. An der feierlichen Grundsteinlegung nahmen auch viele Bürgermeister und Kommunalpolitiker teil.  Fotos: Reinhard Klawitter (2)
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Die gefüllte Schatulle wurde in die Bodenplatte versenkt: Amtsausschussvorsitzender Ronald Radscheidt griff zur Schaufel. An der feierlichen Grundsteinlegung nahmen auch viele Bürgermeister und Kommunalpolitiker teil. Fotos: Reinhard Klawitter (2)

Bei der feierlichen Zeremonie in Crivitz übergab Innenminister Lorenz Caffier den Fördermittelbescheid von 2,3 Millionen Euro

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26. Januar 2016, 23:34 Uhr

Das war ein wichtiger Tag für das Amt Crivitz: Gestern wurde der Grundstein für den Anbau des Amtsgebäudes gelegt – im feierlichen Rahmen und mit zahlreichen Gästen. Innenminister Lorenz Caffier übergab den Fördermittelbescheid in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Es sei nicht alltäglich, dass Ämter dieser Größenordnung sich freiwillig zusammenschließen, betonte er. Aber es sei gut, wenn etwas Neues von unten nach oben wächst. Das Land unterstütze die Fusion ausdrücklich.

Der Bau wird insgesamt knapp 3,2 Millionen Euro kosten. Für die restliche Summe – immerhin rund 860 000 Euro – müssen die 17 Kommunen des Amtes Crivitz aufkommen.

Über die hohe Fördersumme freute sich insbesondere Amtsvorsteherin Heike Isbarn. Sie sei etwas aufgeregt, denn eine Summe von 2,3 Millionen Euro – auch wenn es sich um einen Bescheid handele – habe sie noch nie in den Händen gehabt, sagte sie freudestrahlend und dankte dafür. Der Vorsitzende des Amtsausschusses Crivitz, Ronald Radscheidt, erinnerte, warum der Erweiterungsbau notwendig ist.

Mit der Fusion der drei Ämter Crivitz, Banzkow und Ostufer Schweriner See zu Beginn des Jahres 2014 entstand die größte Kommunalverwaltung dieser Art im Land. Im Amtsbereich leben rund 25 000 Einwohner. Als Sitz wurde Crivitz bestimmt. Der Platz im Verwaltungsgebäude reicht aber nicht aus, um alle Mitarbeiter an diesem Standort zu konzentrieren. So wurden an den alten Verwaltungsstandorten in Banzkow und Rampe Außenstellen eingerichtet. Diese bleiben so lange bestehen, bis der Anbau fertig ist und der Umzug erfolgen kann. Der Bau soll Anfang nächsten Jahres stehen. Dann finden alle der mehr als 70 Mitarbeiter hier Platz.

Dann sei auch ein besseres Arbeiten möglich, blickte Heike Isbarn voraus. Die Mitarbeiter telefonieren derzeit über externe Leitungen, weil es keine andere technische Möglichkeit gibt. Botendienste mussten eingerichtet werden, um Unterlagen an die entsprechenden Fachbereiche weiterzuleiten. Die Beschwerlichkeiten seien nicht zu unterschätzen, meinte sie. Mit dem Umzug werde nicht nur die Zusammenarbeit unter den Fachabteilungen leichter, langfristig können auch Kosten in der Verwaltung eingespart werden, blickt die Amtsvorsteherin voraus.

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, so dass davon ausgegangen wird, dass der Anbau pünktlich fertig werden kann. Die Grundplatte konnte am Montag bei frostfreien Wetter gegossen worden. In den Tagen zuvor hatten die Bauleute Bewehrungseisen ausgelegt.

Begonnen mit den vorbereitenden Arbeiten wurde aber schon im Herbst – mit den Gründungsarbeiten. Weil der Untergrund nicht stabil genug ist und tragfähiger Boden erst nach 13,5 Metern beginnt, mussten 48 Betonpfähle ins Erdreich eingelassen werden. Gerammt werden konnte nicht – denn die Schwingungen hätten zu Schäden an benachbarten Gebäuden führen können. So wurden Löcher gebohrt und mit Beton gefüllt.

Jetzt hängt es von der Witterung ab, ob es mit dem Mauern gleich weitergehen kann. Den Rohbau errichtet die Schweriner Firma BJ Bau.

Parallel dazu werde der Saal im Obergeschoss des Amtsgebäudes zu Büroräumen umgebaut. Der Grund: Da der Neubau direkt ans bestehende Gebäude anschließt, können wegen der Bauarbeiten angrenzende Räume nicht genutzt werden. Für diese Mitarbeiter entstehen im Saal neue Arbeitsräume, die weiterhin genutzt werden sollen.

Der Mitarbeiter-Parkplatz in der Parchimer Straße sollte eigentlich Ende 2015 fertig sein. Wegen der Witterung hat es aber nicht ganz geklappt. Sobald es das Wetter zulässt, geht es hier weiter.

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