Entsorgung : Grünschnitt bequem loswerden

Flacher Container: Robert Abromeit und Silvio Kotowski (r.) am Grünschnitt-Behälter auf dem SAS-Wertstoffhof
Flacher Container: Robert Abromeit und Silvio Kotowski (r.) am Grünschnitt-Behälter auf dem SAS-Wertstoffhof

Alternative für Hobby-Gärtner: Container auf dem Wertstoffhof der SAS ist niedriger als auf den beiden Recyclinghöfen der Stadt

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05. August 2015, 16:00 Uhr

Für Hobby-Gärtner, denen die großen Grünschnitt-Container auf den Schweriner Recycling-Höfen in Neu Zippendorf und Lankow zu hoch sind (wir berichteten), gibt es eine Alternative: Die SAS nimmt auf ihrem Wertstoffhof in der Ludwigsluster Chaussee auch Gartenabfälle an. Gerade mal Hüfthöhe hat der entsprechende Behälter, lässt sich also ohne größere Probleme beladen.

Zwölf Kubikmeter fasst der Container bei der SAS. Stattliche 36 Kubikmeter Grünschnitt gehen in die Container auf den Recyclinghöfen in der Cottbusser Straße und im Ziegeleiweg. Mehr als mannshoch sind die Behälter, die über eine Rampe befüllt werden. Für viele Gartenfreunde in der Stadt ein Ärgernis. „Wer solche Container aufstellt, der darf sich nicht wundern, wenn der Gartenabfall irgendwo im Wald landet“, wetterte eine Schwerinerin gegenüber unserer Zeitung.

Die Argumente sind bekannt: Bis zu einer gewissen Füllhöhe könnten die Container auch seitlich durch eine geöffnete Tür beladen werden, sagt Sven Gesierich, Niederlassungsleiter bei Alba Nord, dem Betreiber der beiden Recyclinghöfe in der Landeshauptstadt. Auf die Größe der Behälter habe Alba Nord keinen Einfluss, betont er. „Das ist eine Entscheidung der Stadt.“

Aus Kostengründen habe sich die Kommune für die riesigen Behälter für den Grünschnitt entschieden, erklärt Axel Klabe, Bereichsleiter bei den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), dem Auftraggeber von Alba Nord. „Durch die großen Container müssen wir weniger Geld für die Abfuhr ausgeben. Diese Ersparnis kommt letztlich allen Schwerinern zugute.“

Geliefert und abgeholt werden die großen Grünschnitt-Behälter für die beiden offiziellen Recyclinghöfe übrigens von der SAS. „An uns liegt es nicht. Wir könnten auch kleinere Behälter zur Verfügung stellen“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter, Silvio Kotowski. Die Container müssten dann freilich öfter abgefahren werden. Eine Entscheidung der Stadt eben, so Kotowski.

Der Zwölf-Kubikmeter-Container auf dem eigenen Wertstoffhof der SAS ist allgemein zugänglich. „Bei uns kann jeder seinen Grünschnitt gegen eine Gebühr abgeben“, erläutert Robert Abromeit, verantwortlicher Mitarbeiter der SAS. Auf dem Hof in der Ludwigsluster Chaussee können aber nicht nur Grünabfälle entsorgt werden, sondern unter anderem auch Sperrmüll, Altholz, Schrott, Reifen und Bauschutt. Geöffnet ist montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und sonnabends von 8 bis 13 Uhr.

Ob großer oder kleiner Container: Hobby-Gärtner und SVZ-Leser Peter Möller macht auf ein ganz anderes Problem aufmerksam, das gerade viele ältere Gartenfreunde betreffe: „Ich habe zwar jede Menge Grünschnitt, aber kein Auto, um zu den Recyclinghöfen zu fahren.“

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