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Verkehr in Schwerin : Grüne fordern mehr Fahrradplätze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An allen Bahnhaltepunkten in der Stadt soll geprüft werden, ob mehr Abstellmöglichkeiten geschaffen werden können

von
erstellt am 20.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob an allen Bahnhaltepunkten in der Stadt ausreichend Fahrradabstellanlagen installiert werden können. Diesen Auftrag erteilten der Wirtschafts-, der Bau- und der Hauptausschuss. Ursprünglich hatten die Bündnisgrünen gefordert, dass durch die Stadt lediglich am Hauptbahnhof zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. „Um die Bedingungen für den Fahrradverkehr in der Landeshauptstadt zu verbessern, sollten die Fahrradabstellanlagen am Hauptbahnhof in einen zeitgemäßen, attraktiven und sicheren Zustand gebracht werden. Dazu gehört eine Ausweitung der Stellkapazitäten, Überdachungen gegen Niederschläge und ein Kontingent an verschließbaren Fahrradboxen.“ Nach Angaben der Grünen gibt es dafür in Deutschland „eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten und Förderprogrammen.“ Die Stadtverwaltung hat wegen dieses Antrags untersucht, wie viele Abstellmöglichkeiten es für Fahrräder in der Stadt überhaupt gibt. Es sind 3188.

Von den einfachen Abstellbügeln – gegen die die Räder nur angelehnt werden – sind 1381 in Schwerin installiert. Von den etwas komfortableren Fahrradständern sind 537 vorhanden. Und von der Edelvariante Fahrradparker gibt es 105.

Die Abstellanalgen sind im Stadtgebiet unterschiedlich verteilt. Die meisten gibt es in der Altstadt: 734. An zweiter Stelle liegt die Paulsstadt mit 384, gefolgt von Ostorf mit 322. In der Gartenstadt hingegen haben die Experten gar keine Fahrradabstellmöglichkeiten gefunden, in Friedrichsthal waren es zwei, in Neumühle vier.

Überlegungen für mehr Fahrradparkmöglichkeiten am Hauptbahnhof gibt es schon länger. Schon Ex-Baudezernent Wolfram Friedersdorff hatte angeregt, gegenüber dem Stadthaus auf einer Freifläche eine „Mobilitätsstation“ zu errichten. Dort sollten die Schweriner nicht nur ihre Räder abstellen können. Eine Ladestation für E-Bikes, eine Reparatur- und Ausleihstation und andere Serviceeinrichtungen waren im Gespräch. Aus den Ideen ist nichts geworden. Die Stadt hat kein Geld und ein Investor ist nicht in Sicht.

Mit dem Antrag der Bündnisgrünen beschäftigt sich heute die Stadtvertretung. Die Sitzung mit mehr als 40 Tagesordnungspunkten beginnt um 17 Uhr im Demmlersaal des Rathauses. Dann geht es auch um den Radweg Dwang-Krösnitz, das Stadtteilzentrum Lankow sowie die Verkehrssicherheit an der Rogahner Straße und am Dreescher Markt. Über das neue Straßenreinigungskonzept für Schwerin wird ebenso diskutiert wie die Änderung der Friedhofsgebührensatzung. Interessierte Bürger sind immer willkommen.

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