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Kongresshalle in Schwerin : Großveranstaltungen fehlen Parkplätze

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Bei Großveranstaltungen wird es regelmäßig eng am Schweriner Lambrechtsgrund. Grund: Zu wenig Parkplätze an der Kongresshalle. Die Stadt will bis Frühjahr Lösungsvorschläge erarbeiten.

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erstellt am 04.Okt.2012 | 06:11 Uhr

Weststadt | Wenn die Stars in der Sport- und Kongresshalle auftreten wie Andrea Berg und Roland Kaiser oder zugkräftige Veranstaltungen wie die "Horse Show", der "Osterhammer" oder die "Alpha" tausende Besucher aus der Region nach Schwerin locken, dann stockt der Verkehr rund um den Lam brechtsgrund. Etwa 600 Parkplätze stehen rund um die Veranstaltungshalle zur Verfügung, berichtet Hallen geschäftsführerin Petra Blunk. "Rund 8000 Besucher passen in die Halle", sagt sie. Kein Wunder also: Bei besucherträchtigen Veranstaltungen fehlen Stellplätze. So sind Falschparker und verkehrsstörend abgestellte Autos bei Besucherandrang in der Weststadt an der Tagesordnung. Das Problem ist seit Jahren bekannt.

Bereits im März hatte deshalb die Fraktion der Unabhängigen Bürger in der Stadtvertretung einen Vorstoß unternommen, um Abhilfe zu schaffen. So soll die Oberbürgermeisterin in Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Hallenbetreiber, Polizei und Nahverkehr "verkehrslenkende Maßnahmen ergreifen", um "den Parksuchverkehr zu minimieren, das ordnungswidrige Parken im Stadtteil Weststadt einzudämmen und den häufig ortsunkundigen Besuchern der Großveranstaltungen gezielt Parkmöglichkeiten zu gewähren".

Der jetzt von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow den Stadtvertretern vorgelegte Zwischenbericht zum Thema zeigt keine Lösung aus der Situation, die nach Angaben der Verwaltung bis zu zehnmal eintritt - so häufig gäbe es in etwa publikumswirksame Großveranstaltungen im Jahr. "Bisherige Angebote des Veranstalters über Möglichkeiten der Nutzung von P+R-Plätzen bei im Ticket inbegriffenen Nahverkehrsfahrpreisen wurde von den Besuchern kaum angenommen", listet die Oberbürgermeisterin auf. "Ähnlich verhält es sich bei Angeboten mit Shuttle-Verkehr." Auch das Parkhaus im Schlosspark-Center stand schon einmal für Besucher kostenlos zur Verfügung - das Angebot ging ebenfalls an den Besuchern vorbei. "Grundsätzlich besteht die Tendenz, dass die Besucher versuchen, ihre Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe zu parken", lautet das Fazit der Oberbürgermeisterin. "Ordnungswidriges Verhalten wird billigend in Kauf genommen."

Versuche der Hallenbetreiber, durch eigenes Ordnungspersonals den Verkehr lenken zu wollen, seien an der rechtlichen Legitimation gescheitert, "da Eingriffe in den fließenden Verkehr ausschließlich der Polizei vorbehalten sind." Nach Informationen unserer Zeitung habe die Stadt Unterstützungen in dieser Frage abgelehnt, da das Amt für Verkehrsmanagement keinen Bedarf sieht für eine spezielle Verkehrsregelung vor und nach Großveranstaltungen. Dabei sei es nicht nur um den helfenden Einsatz von Polizisten gegangen, sondern auch um eine geänderte Ampelschaltung an der Kreuzung Obo tritenring, Wittenburger Straße.

Auch die Idee, auf dem Parkplatz neben der Sport- und Kongresshalle eine zweite Parkebene zu bauen, ist bislang an den zu hohen Kosten gescheitert. Ebenso verhält es sich mit dem Vorschlag, bei Großveranstaltungen auf dem Obotritenring eine Fahrspur für Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Das würde etwa 40 Stellplätze schaffen, ist aber nach Informationen unserer Zeitung nicht weiter verfolgt worden.

OB Angelika Gramkow hat das Pro blem dennoch weiter auf ihrer Agenda und teilte jetzt den Stadtvertretern mit: "Die Befassung mit dem Thema befindet sich weiterhin im Abstimmungsprozess." Möglichkeiten wären hier noch ein Parkleitsystem, das den Besuchern frühzeitig Ausweichmöglichkeiten aufzeigt, und die Prüfung "weiterer verkehrsregulierender Maßnahmen". Hier fänden individuelle, auf die einzelnen Veranstaltungen abgestellte Abstimmungen statt, so die OB. Die Verwaltung schlägt daher den Kommunalpolitikern vor, der Stadtvertretung im März 2013 eine Jahresauswertung vorzulegen, "mit dem Ziel, einen veranstalterspezifischen Maßnahmenkatalog zu entwickeln".

Die nächsten Großveranstaltungen stehen indes schon an: Am 2. November gastiert Ina Müller in der Kongresshalle, am 26. November Helene Fischer. Und am 8. März singt Roland Kaiser vor garantiert ausverkauftem Haus.

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