Crivitz : Großprojekte starten mit Neubauten

Das denkmalgeschütze Gebäude der Crivitzer Fritz-Reuter-Schule wird 2019 saniert.
Das denkmalgeschütze Gebäude der Crivitzer Fritz-Reuter-Schule wird 2019 saniert.

Crivitzer Grundschule in der Altstadt wird saniert und Kita in der Neustadt erweitert

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02. Februar 2018, 23:11 Uhr

Drei Jahre wird es nun „Anschauungsunterricht pur“ für den Crivitzer Nachwuchs in der Grundschule und Kita, aber auch für die Anwohner und Angestellten geben. Denn in diesem Zeitraum entsteht ein Speiseraum für die Grundschüler, die Schule wächst um zwei weitere Klassenräume und wird saniert. Außerdem wird die jetzige Kita um einen Krippenanbau erweitert und ebenfalls aufgefrischt. Bei der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend bekamen alle Interessierten einen Einblick in die Vorhaben und den Zeitplan. Der ausführende Architekt Frank Albers erklärte anschaulich, was entstehen soll, Hartmut Paulsen vom Ordnungsamt klärte über die künftige Parkplatzsituation auf.

Noch in diesem Jahr soll die Mensa entstehen. Der Rohbau soll Mitte März beginnen, Vorbereitungsarbeiten bereits im Februar. „Die Baustraße führt über die Verlängerung der Grünen Straße entlang des Ziegendrifts“, erklärt Paulsen. Somit kommen die Baufahrzeuge über den hinteren Teils des Schulgeländes. Feste Parkplätze für die Eltern sollen auf dem bestehenden Areal an der Schulstraße zur Verfügung stehen, mit der Gewährleistung, dass ein sicherer Gehweg bis zur Schule entsteht. Auch im hinteren Teil des Schulgeländes, in der Nähe des Sportplatzes, werden Flächen zum Parken für Lehrer, Eltern und andere Nutzer ausgewiesen.

Nachdem die Mensa nach Plan für rund 700.000 Euro bis Herbst gebaut ist, geht es 2019 an die Schulsanierung. Für Dämmarbeiten, Brandschutzverbesserungen, zwei neue sowie für die Aufwertung der bestehenden Klassenräume, sanitäre Anlagen, Beleuchtung und Barriere-Freiheit sind 2,6 Millionen Euro vorgesehen. 2020 soll die Fassade saniert werden.

Ein ähnliches Finanzvolumen ebenfalls mit Beginn 2019 ist für die Kita-Sanierung geplant: 2,1 Millionen Euro. Startschuss für den 1,4 Millionen umfassenden Krippen-Anbau ist in diesem Jahr. Wegen der Förderung ist es „ein strammes Programm“, denn bis Ende des Jahres muss das Gebäude stehen. Für die Bauphase herrscht in der Straße der Freundschaft entlang des Kindergarten-Areals Parkverbot. Vor der Regionalen Schule entstehen Kurzzeit-Parkzonen. Auch weist die Stadt einzelne Parkplätze in der Neustadt, die im Stadtbesitz sind, als öffentliche Parkflächen aus, Parkbügel wurden bereits entfernt. Das sorgte bei einigen Anwohnern für Unmut, denn sie haben ihrerseits Flächen vom Wohnungsvermieter gemietet und müssen nun Gespräche zur Klärung führen.

Beim Stichwort „Parken“ kam der Unmut über Eltern zum Ausdruck, die weder auf private Stellflächen Rücksicht nehmen, noch auf die Verkehrssituation. Sie würden direkt vor der Kita oder Grundschule parken, um den Nachwuchs in die jeweilige Einrichtung zu bringen. Gerade an der Grundschule gebe es doch die Möglichkeit „die Kinder in der Schulstraße, Fritz-Reuter-Straße oder auch Brüeler Straße rauszulassen und sie dann ein Stück zur Schule gehen zu lassen“, hieß es von Anwesenden.

Zum Abschluss des Abends bezeichnete Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm die Vorhaben als „ehrgeizige Projekte“ und hofft auf Verständnis der Anwohner und ein gutes Gelingen.

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