Schweriner Straßenausbausatzung : Großer Moor: Streit hört nicht auf

Für den oberen Bereich des Großen Moors müssen die Anlieger bei einer Sanierung 55 Prozent der Kosten tragen.
Für den oberen Bereich des Großen Moors müssen die Anlieger bei einer Sanierung 55 Prozent der Kosten tragen.

Anwohner kämpfen um kostengünstige Sanierung

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31. Mai 2017, 05:00 Uhr

Der Streit um die Sanierung des Großen Moores und des Schlachtermarktes nimmt kein Ende. Die Interessengemeinschaft der Anlieger und die Verwaltung können sich weiterhin nicht über die Art und Weise des Straßenausbaus einigen.

„Wir haben vorgeschlagen, den Schlachtermarkt zur Fußgängerzone zu machen“, sagt Heiko Schönsee von der Interessengemeinschaft. „Dann könnte der Platz so gestaltet werden, dass er langfristig einen Mehrwert für die Besucher bietet.“ Das bedeutet im Einzelnen: ein attraktives Pflaster, auch in der Landesrabbiner-Holtheim-Straße und keine Parkplätze zwischen den großen Linden. „Die Verwaltung ist bisher gegen diesen Vorschlag“, sagt Stefan Moschinski. „Angeblich soll er noch einmal geprüft werden.“

Ebenfalls ein Streitpunkt: die Linden im Großen Moor. Nach Auffassung der Verwaltung müssen die bei einem so genannten grundhaften Ausbau weichen. Die Anlieger sind aber der Meinung, dass nahezu alle Bäume erhalten werden könnten. „Die Fahrbahn muss nicht, wie von der Verwaltung geplant, verbreitert werden“, sagt Heiko Schönsee. „Wir haben den Verdacht, dass lediglich eine Sichtachse von der Puschkinstraße zum Marstall geschaffen werden soll.“

Warum die Straße für Schwerlastfahrzeuge ausgelegt werden soll, leuchtet den Vertretern der Interessengemeinschaft nicht ein. „Das steht doch im Widerspruch zu der Aussage, dass es sich um eine Anliegerstraße handelt.“ Außerdem – was passiert mit den Häusern, wenn die Fahrbahn zwei Meter tief ausgekoffert wird? Kommen die Gebäude bei dem sumpfigen Untergrund ins Rutschen? Die Anwohner wollen deshalb und aus Kostengründen nur eine Fahrbahnsanierung.

Weitgehend unstrittig ist der obere Teil des Großen Moores. Der Runde Tisch bleibt, wo er ist. Eine niedrige Bordsteinkante soll die Fahrbahn andeuten. Unklar aber auch hier: Was wird aus den Bäumen?

Hauptkritikpunkt der Interessengemeinschaft bleibt jedoch das Agieren der Verwaltung. Die hatte Anfang Februar vom Hauptausschuss den Auftrag bekommen, weitere Planungsvarianten vorzulegen. „Das ist bis heute nicht geschehen“, sagt Heiko Schönsee. „Die haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht.“

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