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Schweriner Schlossfestspiele : Große Oper auf dem Alten Garten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gelungene Premiere: Schlossfestspiele des Mecklenburgischen Staatstheaters setzen mit „Aida“ den Höhepunkt des Kultursommers

Die Aida-Trompeten verkünden klanggewaltig auf dem Alten Garten: Die 24. Schlossfestspiele des Mecklenburgischen Staatstheaters sind eröffnet. Die überlangen, bei Verdis wohl berühmtester Oper eingesetzten Instrumente sind nur einer der Akzente, die diese Freiluft-Inszenierung von Regisseur Georg Rootering und Bühnenbildnerin Romaine Fauchère mit der musikalischen Leitung von Gregor Rot setzt. Den Besuchern der Premiere jedenfalls gefiel dies, wie der Beifall widerspiegelte.

„Aida“ beschließt den Zyklus der drei großen italienischen Opern, mit dem Theaterintendant Joachim Kümmritz seine Arbeit am Schweriner Theater beendet. Nach dem Frühwerk „Nabucco“ und der zeitgetreuen „La Traviata“ spannt Rootering den Inszenierungsbogen nun bis in die Neuzeit, prangert Krieg und Gewalt an. Die Soldaten Ägyptens tragen moderne Uniformen, ihr König in Generals-Outfit wird auf Videowand eingespielt.

„17 Jahre nach der ersten Vorstellung der Schlossfestspiele auf dem Alten Garten setzen wir mit ,Aida‘ nochmal einen echten Opern-Höhepunkt für den Schweriner Kultursommer“, sagt der scheidende Generalintendant und fügt hinzu: „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben wieder großartige Solisten gewinnen können, die Chöre sind professionell und gut vorbereitet. Unsere Staatskapelle, die erstmals bei den Schlossfestspielen unter der musikalischen Leitung von Gregor Rot spielt, ist hoch motiviert. Das Bühnenbild ist stimmig, die Pyramide führt sofort zum Stück. Alles passt. Jetzt muss nur noch der Wettergott mitspielen.“

Und der tat es. Nach den heftigen Regenschauern vom Nachmittag lockerten die dicken Wolken kurz vor 21 Uhr auf. Die Mitarbeiterinnen vom Abenddienst verteilten Papierhandtücher an die 1700 Premierengäste, die fast alle regenfest gekleidet waren.

Und rechtzeitig vor dem ersten Takt war auch die Protestbewegung gegen das Mitspielen des Elefanten vom Hof in Platschow verstummt, die von der Rektorin der Hochschule für Musik und Theater in Rostock moralisch unterstützt wurde. Rund 20 Tierschützer hatten sich an der Schlossbrücke versammelt und forderten „Oper ohne lebende Tiere.“

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erstellt am 08.Jul.2016 | 23:15 Uhr

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