Schweriner Sommervergnügen : Grillen: Im Grünen und auf dem Wasser

Nicht an jedem Ort in Schwerin darf die Kohle glühen.
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Nicht an jedem Ort in Schwerin darf die Kohle glühen.

Hobby-Köche aufgepasst: Wo darf man grillen, wo nicht? SVZ gibt einen Überblick

svz.de von
23. Mai 2017, 12:00 Uhr

Wenn das Steak auf dem Grill vor sich hinbrutzelt, schlagen nicht nur Männerherzen höher. Egal ob Entrecôte, Bratwurst oder Gemüse – in Schwerin dürfen Einheimische und Touristen in öffentlichen Grünanlagen grillen. „Vorausgesetzt, die Vegetation wird dabei nicht beschädigt“, heißt es dazu in der Straßen- und Grünflächensatzung der Landeshauptstadt. Doch was darf man beim öffentlichen Grillen eigentlich? Und was ist verboten?

In Schwerin gibt es insgesamt fünf Grillplätze in öffentlichen Grünanlagen: Zwei am Lankower See, Am Reppin in Mueß, im Freizeitpark Neu Zippendorf und in der Grünanlage am Bleicherufer. An diesen Orten finden Grilllustige gepflasterte Kreise zum Feuer machen vor. Doch auch an anderen Orten ist es gestattet, zu grillen, sagt Nonno Schacht von den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen, kurz SDS. „Gemäß Straßen- und Grünflächensatzung ist das Grillen in anderen Grünanlagen nicht verboten“, so Schacht. Allerdings dürften dabei Vegetation und Beläge nicht beschädigt werden und der entstandene Müll sei zu entsorgen.

Wird es im Sommer zu heiß, gibt es Einschränkungen: „Wird eine Waldbrandwarnstufe ausgerufen, ist das Abbrennen von Traditionsfeuern sowie das Grillen mit Holzkohle oder Gas nicht gestattet“, erklärt der SDS-Bereichsleiter Öffentliches Grün. Die Gefahr, dass durch das offene Feuer ein Funke überspringt und damit einen Brand verursacht, ist zu groß.

Nicht gegrillt werden darf im Gegensatz zu den öffentlichen Grünlagen auf Friedhöfen, Sportanlagen und in Freibädern. „Auch am Zippendorfer Strand und in gesetzlich geschützten Biotopen ist es untersagt, ein Feuer anzuschüren“, sagt die Pressesprecherin der Stadt, Michaela Christen. Gleiches gilt für den Schlossgarten, den Burggarten, den Alten Garten und den Garten am Marstall. „Diese Grünanlagen sind im Eigentum des Landes. Dort gilt eine andere Parkordnung“, so Christen.

Während mancherorts der Grill aus bleiben muss, lässt sich das Wetter mit gegrilltem Fleisch oder Gemüse nicht nur in den grünen Oasen der Stadt aushalten: Seit vergangenem Jahr ist auch auf dem Schweriner See echtes Barbecue-Feeling möglich – dank einer Idee von Andy Saumann. „Bei uns können Gäste Grillboote mieten. Die Ruhe auf dem See ist mit gutem Fleisch eine tolle Kombination“, sagt der Bandenitzer. Zwar würde das Seegrillen auch bei Regen funktionieren, doch bei Sonnenschein sei es etwas ganz anderes, so Saumann Die runden Boote legen am Freibad Kalkwerder an und dürfen bis zu Windstärke 4 gefahren werden. „Platz ist dabei für maximal acht Mann.“

Auch wenn die Hobbyköche dabei auf dem Wasser unterwegs sind, müssen sie sich an die Spielregeln halten. Das heißt: Leere Verpackungen und Flaschen müssen mitgenommen und dürfen nicht in den See geworfen werden. „Es spielt keine Rolle, ob man im Grünen oder auf dem Wasser grillt. Es gibt Regeln, an die man sich halten muss. Dann macht das Brutzeln auch für alle Spaß“, sagt Saumann. „Selbst wenn nicht jeder etwas vom Fleisch oder Gemüse abbekommt.“



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