Schweriner leben Städtepartnerschaft : Gratulationstour nach Wuppertal

Vorfreude auf die Fahrt ins Bergische Land: Schulleiterin Cornelia Seidler (3.v.l.) bereitet mit Lehrkräften und Studierenden die Reise nach Wuppertal vor.
Vorfreude auf die Fahrt ins Bergische Land: Schulleiterin Cornelia Seidler (3.v.l.) bereitet mit Lehrkräften und Studierenden die Reise nach Wuppertal vor.

Studierende des Schweriner Abendgymnasiums beglückwünschen Bergisches Kolleg zum 40. Geburtstag

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10. Juni 2016, 12:00 Uhr

So sieht eine gelebte Städtepartnerschaft aus: Studierende des Schweriner Abendgymnasiums fahren Ende des Monats nach Wuppertal, um beim Fest zum 40-jährigen Bestehen des Bergisches Kollegs in der Partnerstadt dabei sein. Wie das Abendgymnasium bietet das Bergische Kolleg das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg an. „Wir freuen uns sehr über die Einladung“, sagt Schulleiterin Cornelia Seidler. Auch im Wuppertaler Rathaus werde die Delegation aus Schwerin empfangen und einen Gruß von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow überbringen.

„Ich bin schon sehr gespannt, was uns in Wuppertal erwartet“, sagt Marco Rauch. Der 27-Jährige gehört zu den 13 Studierenden, die sich vom 22. bis 26. Juni ins Bergische Land aufmachen. Das Kolleg in der Partnerstadt sei größer als das Gymnasium in Schwerin, so viel habe er im Internet schon herausbekommen, erzählt Rauch. Auch Sandra Neumann fährt mit nach Wuppertal. „Wir bereiten für unsere Gastgeber unter anderem einen Präsentkorb mit Mecklenburger Spezialitäten vor“, berichtet die 27-Jährige. Ein Gegenbesuch der Wuppertaler sei auch schon geplant – voraussichtlich im Februar kommenden Jahres, sagt Schulleiterin Seidler. 2017 gäbe es die Partnerschaft zwischen Schwerin und Wuppertal genau 30 Jahre. „Und dieses Jubiläum wollen wir natürlich mitfeiern“, so Seidler.

Rund 100 Studierende zwischen 19 und 45 Jahren besuchen aktuell das Schweriner Abendgymnasium. Wenn andere Leute ihren Feierabend genießen, drücken sie in einem Gebäudeteil des Gymnasiums Fridericianum die Schulbank, lösen Mathe-Aufgaben, pauken Englisch-Vokabeln, erwerben Wissen in anderen Fächern – Abiturwissen. Von 17 bis 21.50 Uhr dauert der Unterricht, von montags bis freitags. „Die Klassen sind klein, die Lehrer begegnen uns mit viel Respekt“, sagt Gregor Schüller (31), ebenfalls Wuppertal-Fahrer. Auch Nicole Höppner lobt die Lernatmosphäre im Abendgymnasium. „Ich möchte in meinem Job weiter aufsteigen, deshalb hole ich das Abitur nach“, erklärt die 30-Jährige aus Wismar. Jeden Morgen steht die Lohnbuchhalterin um 6 Uhr auf, fährt erst zur Arbeit und nachmittags dann zum Abendgymnasium. Beruflich noch einmal neu durchstarten will Marleen Dulder. Die Speditionskauffrau träumt von einem Medizinstudium. Ja, die drei Jahre im Abendgymnasium seien eine Herausforderung, sagt die 28-Jährige. „Aber man möchte doch glücklich sein in seinem Leben.“ Von der Reise nach Wuppertal verspricht auch sie sich viele interessante Eindrücke.

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