Der Weg ist frei : Grambower radeln bis Schwerin

Die Radfahrer  freuten sich über ein Stück vom Eröffnungsband. Bürgermeister Andreas Possekel (vorn links), Landrätin Kerstin Weiss (2.v.r.) und Alt-Bürgermeister Herbert Piotrowski (r.) hatten den Radweg zuvor freigegeben.
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Die Radfahrer freuten sich über ein Stück vom Eröffnungsband. Bürgermeister Andreas Possekel (vorn links), Landrätin Kerstin Weiss (2.v.r.) und Alt-Bürgermeister Herbert Piotrowski (r.) hatten den Radweg zuvor freigegeben.

Lückenschluss im Radwegenetz über Kreis- und Stadtgrenzen hinweg vollzogen – Straßensanierung folgt frühestens ab 2017

svz.de von
17. Juli 2014, 23:31 Uhr

Der formelle Akt ist vollzogen, das Fest folgt noch: Nach der technischen Abnahme gestern Vormittag gab Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss den neuen Radweg zwischen Grambow und Wittenförden offiziell frei. Ihr zur Seite standen dabei Grambows Bürgermeister Andreas Possekel und dessen Amtsvorgänger Herbert Piotrowski. Für Weiss und Possekel war es die erste Amtshandlung dieser Art. Beide sind gerade erst in ihre Ämter gewählt worden. „Ich darf diesen Radweg einweihen, obwohl andere ihn geplant und gebaut haben“, betonte die Landrätin deshalb. Andreas Possekel bringt zudem in Erinnerung, für wen der Radweg in erster Linie gebaut wurde: für die Grambower und Wittenfördener. „Deshalb wollen wir den Lückenschluss auch gemeinsam feiern“ , sagt Possekel. Er will jetzt mit den Wittenfördener Nachbarn schnell Kontakt aufnehmen, damit etwas auf die Beine gestellt wird.

Währenddessen haben die Leute den Radweg bereits in Beschlag genommen – schon vor der Fertigstellung und Einweihung. Auch um den Gefahren auf der maroden Kreisstraße zu entgehen. Denn die ist holprig und schmal, Autos dürfen nur mit Tempo 60 fahren. Nordwestmecklenburg hat sich aber auch hier zum Ausbau bekannt. In den Finanzplänen für 2014 und 2015 steht Geld für die Projekterarbeitung zur Verfügung. Gebaut werden kann aber frühestens ab dem Jahr 2017. „Und nur wenn wir dafür wieder Fördermittel bekommen“, wie Landrätin Weiss einschränkt. Angesichts der vielen schlechten Straßen und der leeren Kassen könne der Landkreis nicht anders vorgehen. Alt-Bürgermeister Piotrowski kennt diese Vorgehensweise und zugleich noch weitere „Baustellen“. Denn auch die Kreisstraße durch Grambow und Wodenhof bis zur Kreisgrenze vor Dümmer steht auf der Warteliste. „Aber die Verbindung in Richtung Wittenförden und weiter nach Schwerin hatte und hat Priorität“, betont Piotrowski. Deshalb war auch vereinbart worden, den Radwegebau so schnell wie möglich durchzuziehen – vor der Sanierung der Kreisstraße. Mit im Boot war der Kreis Ludwigslust-Parchim, der den Radweg auf Wittenfördener Gebiet errichten ließ.

Zusammen steckten die beiden Landkreise mit finanzieller Hilfe des Landes mehr als 900 000 Euro in den Lückenschluss. Denn der knapp drei Kilometer lange Radweg ermöglicht es, durchgehend zwischen Gadebusch und Schwerin sicher zu radeln. „Gerade im Sommer organisiert unser Sportverein Radtouren. Bislang konnten die nie in Richtung Schwerin starten. Nun waren wir schon dorthin unterwegs – vor der Freigabe des Radweges“, erzählt der Grambower Chris Besenhard. Und Bewegung gibt es auch in die andere Richtung. Monika und Ernst Gallas aus Schwerin haben einen Garten in Grambow. „Nun können wir unser Auto mal stehen lassen und mit dem Rad fahren“, blickt Monika Gallas voraus. Das Ehepaar gehört auch zu den Leuten, die gestern mit Fahrrad zur Einweihung kamen und sich ein Stück des Eröffnungsbandes sicherten.

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