Grambow will zu Wittenförden : Grambow auf Fusionskurs

Treffpunkt Dorfladen: Grambows Bürgermeister Andreas Possekel im Gespräch mit Verkäuferin Jenny Kronbügel und Yvonne Baltrusch (r.) vom Dorfverein
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Treffpunkt Dorfladen: Grambows Bürgermeister Andreas Possekel im Gespräch mit Verkäuferin Jenny Kronbügel und Yvonne Baltrusch (r.) vom Dorfverein

Amtsausschuss von Lützow-Lübstorf befasst sich heute mit dem Grambower Wunsch auf einen Anschluss an Wittenförden

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10. April 2017, 08:00 Uhr

Für Yvonne Baltrusch ist die Sache klar: „Ich hoffe, dass es mit der Gemeindefusion mit Wittenförden klappt.“ Der 32-jährige Grambowerin geht es vor allem um die direkte Busanbindung nach Schwerin und um den kurzen Schulweg für die Kleinen ins Nachbardorf.

„Das sind zwei der Hauptwünsche, die wir immer hören“, fügt Bürgermeister Andreas Possekel an. Denn nicht die politische Großwetterlage mit Ausrichtung auf Gemeindefusionen brachte die Grambower darauf, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen, sondern die Anträge aus der Dorfgemeinschaft. Aber natürlich sind 200  000 Euro Hochzeitsprämie und ein darüber hinaus gehender Schuldenabbau attraktiv. „So werden wir wieder handlungsfähig“, erläutert Possekel. „Erst recht in Verbindung mit dem starken Nachbarn Wittenförden.“ Dafür lohne es sich Amts- und Kreisgrenze zu überwinden.

Bislang habe es auch keine Probleme: Einstimmige Voten gab es in den Gemeindevertretungen Grambow und Wittenförden schon Ende vorigen Jahres. Auch der Amtsausschuss Stralendorf freut über den Zuwachs. Denn die 700 Grambower sollen Wittenfördener werden. In der Gemeinde leben derzeit etwa 2500 Menschen.

Heute Abend steht nun der Austausch mit den bisherigen Grambower Partnern im Amtsausschuss von Lützow-Lübstorf an. Der kommt um 19 Uhr im Amtsgebäude in Lützow zusammen. Andreas Possekel hofft, dass von dort Zustimmung kommt, auch wenn die Brüsewitzer schon Sorgen geäußert haben. Denn dort fehlen dann Kinder in den Grundschulklassen. „Darüber müssen wir reden“, betont Possekel. „Und eine Lösung im Interesse unserer Bürger finden.“ Gleiches gelte für die Straßenbaupläne des Nordwestkreises, für den Wechsel von Personal, für die Abstimmungen im Innenministerium. Bis Mai sollen konkrete Fakten auf dem Tisch liegen. Dann gibt es Bürgerversammlungen in Wittenförden und Grambow. Und schon zum Jahreswechsel soll alles umgesetzt werden.

Für Andreas Possekel ist dann Schluss mit Kommunalpolitik. „Ich begleite die Fusion und ziehe mich dann zurück.“ Die Grambower Gemeindevertreter arbeiten hingegen mit den Wittenfördern und Bürgermeister Manfred Bosselmannn zusammen – bis im Frühjahr 2019 die Kommunalwahlen anstehen.

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