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23. November 2017 | 04:59 Uhr

Gottes Segen für Schwerins Zentrum?

vom

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 06:20 Uhr

Altstadt | Noch bevor die Stadt im kommenden Jahr mit einer Einweihung die offizielle Fertigstellung des Marienplatzes feiern will, möchten die Geschäftsleute der Innenstadt ein eigenes Fest ausrichten. Für Sonnabend, 6. Oktober, und den verkaufsoffenen Sonntag, 7. Oktober, planen sie eine "Baustellenparty" auf und rund um den Marienplatz. Dabei zeigen die Geschäftsleute einen bemerkenswerten Schulterschluss. Klaus Banner, Manager des Schlosspark-Centers, zitiert sogar Joachim Tenkhoff, Investor der Marienplatz-Galerie, und spricht vom "Marienplatz mit seinen mehr als 200 Fachgeschäften", wenn es um die Magnetwirkung für die Schweriner und Besucher der Stadt geht. Sie alle wollen gemeinsam mit den Unternehmern in der Helenenstraße, der Mecklenburgstraße und der Schlossstraße ihre Geschäfte und Ladenlokale an diesen beiden Tagen mit besonderen Aktionen öffnen, berichtet Klaus Banner. "Dazu machen natürlich auch die drei Center etwas Besonderes", sagt Banner. Für das kulinarische Fest konnten mit dem Schlosscafé, dem Crowne Plaza und dem Niederländischen Hof gleich drei langjährige Gastronomien für die "Baustellenparty" gewonnen werden. Eine Versteigerung für den guten Zweck will der Nahverkehr anbieten. Eine original Straßenbahnschiene vom Marienplatz soll zerteilt werden und die voraussichtlich 20 einzelnen Teile sollen als Liebhaberstücke unter den Hammer kommen. Für erste Diskussionen sorgt indes der Vorschlag Banners, die "Baustellenparty" auch für den ersten offiziellen Auftritt der Nordkirche am Bischofssitz Schwerin zu nutzen. "Wir wollen den Marienplatz weihen lassen", sagt Banner, der damit bereits in Bayern Erfahrungen sammeln konnte. "Auf dem zentralen Platz bewegen sich täglich 40 000 Menschen. Da wäre Gottes Segen doch hilfreich, damit künftig keine Unfälle geschehen", sagt der Centermanager. Es wäre aus seiner Sicht im Osten Deutschlands auch ein Novum, dass ein öffentlicher Platz geweiht wird. Bei Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow stieß die Idee auf wenig Begeisterung. Auch von der Kirche gibt es noch kein klares Signal.

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