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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 18:42 Uhr

Schweriner Schloss : Goldener Glanz im Plenarsaal

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das 27-Millionen-Euro Projekt im Schloss kommt voran, doch Sitzungsbeginn ist frühestens im Sommer 2017

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2016 | 09:00 Uhr

Ein neuer Landtag ist gewählt, doch auf die erste Sitzung im neuen Plenarsaal müssen die Abgeordneten noch etwas warten. „Im Sommer ist das Prunkstück bezugsfertig“, sagt Landtags-Direktor Armin Tebben bei einer Führung über die Baustelle. Insgesamt 27 Millionen Euro kostet der gesamte Umbau. Ganz klar, dass die Fraktionen sich die Baufortschritte regelmäßig anschauen.

2011 wurde der Beschluss für den Neubau des Sitzungssaals gefasst, zwei Jahre später begannen die Arbeiten im Schloss. „Wir haben Baumaßnahmen sozusagen am lebenden Objekt durchgeführt“, berichtet der Direktor des Landtages. „Das Material musste von außen in das Gebäude gebracht werden.“ Tebben lobt die intelligente Bauleitung, die einen „ausgezeichneten Job“ gemacht habe. Insgesamt rund 50 Bauarbeiter haben nachts demontiert und tagsüber montiert, damit der Lärmplan eingehalten werden konnte. Dabei stießen sie auf die eine oder andere Herausforderung. „Wir mussten 250 Tonnen Beton entfernen“, erklärt der bauleitende Architekt Thomas Müller. „Dieses gewichtsneutrale Bauen erfordert Sorgfalt und kostet Zeit.“ Nun soll alle drei Monate gemessen und überprüft werden, dass das Schloss nicht absinkt.

„Ansonsten hatten wir bis auf eine zu klein bemessene Lüftungsanlage keine großen Probleme“, erzählt Müller. Viele Befürchtungen, wie zum Beispiel eine Einstellung des Museumsbetriebes, sind nicht eingetreten. Allerdings konnte der ursprüngliche Plan, die erste Sitzung im neuen Saal im Januar 2017 abzuhalten, nicht verwirklicht werden.

Der Plenarsaal im alten Goldenen Saal wird optisch an seinen Vorgänger erinnern. Der Farbton der Wände und ein helles Dielenparkett vereinen die historischen Wurzeln mit einer modernen Atmosphäre, schwärmt Tebben. Die Besucher rücken näher an die Abgeordneten. Auch in den Museumsrundgang soll der Plenarsaal einbezogenen werden.

Neben dem Sitzungssaal wurde der Aufgang zur Tribüne erneuert. „Die gesamte Geschossdecke musste dafür entfernt werden“, erklären Müller und Tebben. „Es wurde gleichzeitig von unten und von oben gebaut, in der Sommerpause wurde die Lücke geschlossen.“ Nur eines bedauert Tebben: „Den Mamorfußboden müssen wir leider durch Terrakotta ersetzen.“

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