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Domprediger im SVZ-Gespräch : „Goethe zum 18. Geburtstag“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Domprediger Volker Mischok schwärmt seit seiner Jugend für Literatur – und erinnert sich gerne an Buchgeschenke

von
erstellt am 21.Feb.2015 | 15:00 Uhr

Schwerin Seit 15 Jahren arbeitet er als Pastor in Schwerin: Volker Mischok. Der Domprediger, der als junger Mann auch gerne Schauspieler geworden wäre, hat viele Interessen, literarische und sportliche. Im Gespräch mit Christian Koepke beantwortet er die zehn Fragen der SVZ.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Der Dom ist die gute Stube der Stadt – und mein Arbeitsplatz. Ich bin wirklich sehr gerne in der Kirche. Je nach Lichteinfall erlebe ich die Schönheit des Doms immer wieder neu.
Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Als leidenschaftlicher Radfahrer würde ich mehr für die Fahrradfreundlichkeit in der Schwerin tun. Städte wie Münster machen es uns vor. Auf manchen Straßen wären schon bessere Markierungen hilfreich.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?

Ich habe als Pförtner in der Pädagogischen Hochschule in Güstrow gearbeitet und mir von dem verdienten Geld einen Gedichtband von Goethe gekauft.

Was würden Sie gerne können?

Einen Garten nach praktischen und ästhetischen Gesichtspunkten anlegen können.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Heldentum ist mir stets etwas verdächtig. Aber ich bewundere Menschen, die ihr Leben trotz schwieriger Umstände meistern.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich bin ein Vielleser und lese neben der Bibel immer mehrere andere Bücher gleichzeitig. Augenblicklich beschäftige ich mich mit den „Bakchen “, einem Drama des antiken griechischen Dichters Euripides, und dem neuen Buch von Botho Strauß – „Herkunft“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Die Tagesthemen bzw. das Heute-Journal. Zu einem Sonntag gehört für mich auch der „Tatort“.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

In der Margarethe-von-Trotta-Verfilmung der „Jahrestage“ von Uwe Johnson gibt es eine Schlussszene am Strand, in der den Protagonisten auf einer Düne Menschen erscheinen, die ihnen in ihrem Leben begegnet sind. Verstorbene Angehörige und Freunde noch einmal treffen zu können – diese fiktive Vorstellung hat für mich ihren Reiz.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich denke gleich an mehrere Geschenke, die ich zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe, von Freunden, die wussten, dass ich Goethe-Liebhaber bin.
Was werden Sie als Rentner machen?

Bücher schreiben und Rennrad fahren.

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