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12. Dezember 2017 | 15:12 Uhr

Gemeindefusion : Godern wird Ortsteil von Pinnow

vom

Ab 1. Januar 2012 gehört Godern zu Pinnow. Die Gemeinde wird ein Ortsteil. Die größer gewordene Kommune zählt dann insgesamt 1900 Einwohner. Beide Dörfer streben bereits erste Projekte an.

svz.de von
erstellt am 31.Dez.2011 | 02:56 Uhr

Godern /Pinnow | Ab 1. Januar 2012 gehört Godern zu Pinnow. Die bislang selbstständige Gemeinde wird ein Ortsteil. Die größer gewordene Kommune zählt dann insgesamt 1900 Einwohner, Pinnow hat allein 1600, Godern 300.

Das erste gemeinsame Projekt, das beide Dörfer anstreben, ist der Ausbau des Verbindungsweges zwischen den Orten. "Der Weg ist derzeit in einem miserablen Zustand", sagt Pinnows Bürgermeister Andreas Zapf. Es handelt sich um den ehemaligen Kirchsteig, der, so schätzt Zapf, vor 40 oder 50 Jahren einen Belag erhielt. Kein Wunder also, dass die Straße so heruntergekommen sei. Ihr Ausbau ist in dem Fusionsvertrag schriftlich verankert worden. Immerhin handelt es sich um die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Kommunen. Und wenn die Dörfer enger zusammenrücken wollen, sei dies nur eine vernünftige Schlussfolgerung, meint der amtierende Bürgermeister von Godern, Hans-Ulrich Helms.

Bis zur Gemarkungsgrenze von Godern ist die Straße bereits vor einigen Jahren erneuert worden. Der weitaus größte Teil der Strecke liegt auf der Pinnower Seite. Der etwa vier Kilometer lange Abschnitt soll von Grund auf erneuert werden, erklärt Pinnows Bürgermeister Zapf. Die Planung dafür liegt bereits vor. Die Kosten des Projekts werden auf 100 000 Euro geschätzt. Realisiert werden kann das Vorhaben aber nur, so Zapf, wenn auch Fördermittel fließen. Beantragt sind sie bereits. Sobald diese bestätigt sind, könnte es mit dem Bauen losgehen. "Wir rechnen damit im Frühjahr nächsten Jahres."

Eingestellt hat die Gemeinde Pinnow bereits einen neuen Gemeindearbeiter. Er kommt aus Godern und verstärkt das kleine Team mit den beiden anderen Gemeindearbeitern. Godern lässt seine Grünflächen und öffentlichen Anlagen von einer Fremdfirma pflegen. Der Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. Danach werden auch hier sämtliche Grünanlagen, die in kommunalen Verantwortung liegen, von den drei Gemeindearbeitern betreut, blickt Zapf voraus. Wichtig sei, dass die Goderner gleich einen Ansprechpartner vor Ort haben.

Wann neue Ortseingangsschilder in Godern aufgestellt werden, ist noch fraglich. Zapf: "Wir haben keinen Zeitdruck und wollen abwarten, ob sich der Kreisname eventuell noch ändert. Daher bleiben die Schilder erst einmal alle so stehen."

Bestehen bleiben werden auch die Feuerwehren in beiden Orten - als Ortsfeuerwehren. Ihnen steht ein Gemeindewehrführer vor. Die Senioren- und Vereinsarbeit wird in beiden Dörfern wie gehabt weitergeführt. Wenn es künftig hier zu engeren Verbindungen komme, sei es nur wünschenswert, meint Zapf. In Pinnow gibt es u. a. den Sportverein, den Heimat- und Kulturverein sowie den Reitverein.

Leicht gemacht haben sich die Goderner die Fusions-Entscheidung nicht. In Sitzungen der Gemeindevertreter und auf Einwohnerversammlungen wurde das Zusammengehen mit der Nachbargemeinde ausführlich beraten - und abgestimmt. Wichtigster Grund für den Zusammenschluss ist die schlechter werdende Finanzausstattung der Gemeinde Godern gewesen. "Wir sind froh, dass wir noch den Ausbau des alten Gehweges entlang der Schweriner Straße zum Radweg finanzieren konnten", sagt Helms.

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