Bauen in Schwerin : Gleisverlegung: Variante 4

Für die Umverlegung der Straßenbahngleise im unteren Bereich der Wittenburger Straße müssten 30 Meter des Pflasters in der Fußgängerzone aufgenommen und neu verlegt werden.
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Für die Umverlegung der Straßenbahngleise im unteren Bereich der Wittenburger Straße müssten 30 Meter des Pflasters in der Fußgängerzone aufgenommen und neu verlegt werden.

Bauverwaltung will mit Kompromiss für die Straßenbahnschienen in der Wittenburger Straße Streit beenden

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15. März 2016, 23:31 Uhr

Mit einem Kompromiss will die Stadt den Streit um die Umverlegung der Straßenbahngleise im unteren Bereich der Wittenburger Straße beenden. Es sollen Zeit und Geld gespart und Verbesserungen für Fußgänger, Radfahrer und möglichen Umleitungsverkehr für Autos erreicht werden, fasst Baudezernent Bernd Nottebaum den aktuellen Stand zusammen.

Nachdem im Zuge des Neubaus der Eisenbahnbrücke in der Wittenburger Straße die Straßenbahngleise dort von der rechten auf die linke Fahrbahnseite verlegt wurden, war ein Streit um die Lage der Schienen im unteren Bereich entbrannt. Die Bauverwaltung kam unter Druck. Weil rund 30 Meter der neu gestalteten Fußgängerzone nahe des Marienplatzes wieder aufgerissen werden sollen, sind Anlieger und Gewerbetreibende sauer. Hinzu kommen Vorwürfe der Geldverschwendung.

„Die Stadt weicht auch mit der neuen Variante 4 nicht von der Gleisanpassung in der neu gestalteten Fußgängerzone ab“, kritisiert Anliegerin Astrid Andert. „Begründet wird die Baumaßnahme mit einen durchgehenden Fahrradstreifen, der bergab links von den Straßenbahnschienen geführt wird. Das ist aber eine erhebliche Verschlechterung. Jetzt können die Fahrradfahrer den Fahrradschutzstreifen nutzen, ohne die Schienen zu queren. Bei der neuen Variante fahren die Fahrradfahrer neben der Straßenbahn und queren die Schienen dann einmal beim Einfahren in die Fußgängerzone und dann noch mal unten am Marienplatz. Das stellt eine erhebliche Unfallgefahr da und ist auf jeden Fall keine Bereicherung, die eine so hohe neue Investition rechtfertigt“, erklärt Astrid Andert.

Das sieht die Stadt anders: „Die Variante 4 würde 258 400 Euro kosten und ist damit deutlich preiswerter als die erste und zweite“, so Nottebaum. Außerdem hätten die Untersuchungen ergeben, dass keine Hauptleitungen verlegt werden müssen, sondern nur einige Hausanschlüsse. Damit würde sich die Bauzeit erheblich verkürzen. 2017 könnte alles fertig gestellt werden.

Den Anliegern im unteren Bereich, der Fußgängerzone, versprach er, dass in sechs, höchstens acht Wochen die Umverlegung der Gleise auf einer Länge von etwa 30 Meter geschafft sein werde. Dies schließe ein, die Pflasterung aufzunehmen und wieder neu zu verlegen. In einer Anwohnerversammlung im April mit Gewerbetreibenden und Ortsbeirat will Nottebaum für den Kompromiss werben.

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