Kirche in Kirch Stück : Glänzend, aber ohne Klang

Von außen ist die Börgfer-Orgel wunderschön anzusehen, doch seit 2011 ist sie verstummt. Jürgen Hansen vom Förderverein der Kirche will, dass sich das ändert.
Von außen ist die Börgfer-Orgel wunderschön anzusehen, doch seit 2011 ist sie verstummt. Jürgen Hansen vom Förderverein der Kirche will, dass sich das ändert.

Förderverein will die Million voll machen und plant letzte Sanierung: die Orgel

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19. Januar 2018, 08:00 Uhr

Die Optik stimmt, doch beim Thema Akustik gibt es noch Nachbesserungsbedarf. Die Kirche zu Kirch Stück ist in den vergangenen Jahren Stück für Stück aus dem Dornröschenschlaf geholt worden. Knapp eine Million Euro wurde investiert, um das 800 Jahre alte Kirchenhaus zu sanieren. „Jetzt ist noch die Orgel dran. Dann sind wir fertig“, bringt Jürgen Hansen es auf den Punkt. Er ist einer der Protagonisten im Förderverein der Kirche Kirch Stück, der die große Schönheitskur für das Gotteshaus vorangetrieben hat. Und auch jetzt hält der Seehofer die Zügel in der Hand. Auf seinem Schoß liegt ein dicker Aktenordner. Viele der Angebote sind längst Geschichte. Etliche Zettel bereits abgearbeitet. Nur ein kleiner Teil ist noch fast unberührt. „Wir haben hier einige Gutachten zur Orgel. Sie braucht dringend Zuwendung“, sagt er und blättert einige Bilder auf. Zu sehen sind die Hinterlassenschaft einer Holzwurm-Schar im Gehäuse der 1905 gebauten Börger-Orgel. Sie, so Jürgen Hansen, ist eine eine von wenigen, die noch existieren. Einst gebaut von Carl Börger, dem Hoforgelbaumeister des Mecklenburgischen Großherzogs, ist sie nun seit 2011 verstummt. Denn über die Jahre habe das Instrument so stark gelitten, dass „ihm keine schönen Töne mehr zu entlocken“ waren, weiß Jürgen Hansen aus Erzählungen.

Gemeinsam mit dem Orgelsachverständigen Friedrich Drese haben die Vereinsmitglieder viele Blätter Papier gefüllt. Und es hat sich gelohnt. Der Antrag – es gibt ein Orgelrestaurierungsprogramm des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege – wurde bewilligt. Die Freude bei allen Beteiligten ist groß. „Wir sind auf einem wirklich guten Weg und machen dann mit diesem Projekt die Million voll“, sagt Jürgen Hansen mit einem Blick auf die Investitionsliste. Restauriert werden soll die Orgel in Plau am See. Doch bevor es soweit ist, müsse erst noch ein bisschen Geld eingeworben werden. „Allein mit einer Förderung bekommen wir die rund 29 700 Euro nicht zusammen. Aber wir haben einen Plan“, erklärt Jürgen Hansen. So werde die Summe gedrittelt – durch den Kirchenkreis Mecklenburg, das Landesamt für Denkmalpflege und die Kirchengemeinde. „Für jeden sind das knapp 9900 Euro“, sagt er. Der Förderverein will allein 3300 Euro an Spenden einwerben. „Es dürfen auch gern mehr werden“, ergänzt der Vereinsvorsitzende.

Ist dieser Schritt geschafft, dann sind die Förderer und Freunde der Kirch Stücker St. Georg Kirche zufrieden. Denn dann gibt es im plattdeutschen Zentrum auch zu den Gottesdiensten wieder echte Orgelklänge.

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