Dino-Schau : Giganten auf dem Weg ins Grüne Tal

Tyrannosaurus Rex und seine Weggefährten aus der Urzeit waren als lebensgroße Nachbildungen schon  2011 in Schwerin.
Tyrannosaurus Rex und seine Weggefährten aus der Urzeit waren als lebensgroße Nachbildungen schon 2011 in Schwerin.

„World of Dinosaurs“ will lebensgroße Urzeit-Tiere in Schwerin zeigen – doch die Suche nach dem besten Ausstellungsort ist schwierig

23-11368122_23-66108083_1416392567.JPG von
28. Februar 2014, 12:00 Uhr

Kommen sie oder kommen sie nicht? Die spektakuläre Urzeit-Ausstellung „World of Dinosaurs“ möchte gerne wieder in Schwerin Station machen. Allein über den besten Ort dafür sind sich die Beteiligten noch nicht so ganz einig. Der Veranstalter möchte am liebsten in den Schlossgarten – im Jahr 2011 war ein Teil der Schau schon einmal rund um die Freilichtbühne gezeigt worden. Und das sehr erfolgreich. Diesmal war der südliche Schlossgarten mit Hippodrom, altem Baumbestand und großartigem Blick über den Faulen See sein favorisierter Schauplatz. Doch im letzten Moment legte der Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes, kurz BBL, sein Veto ein. Aus landschaftsgärtnerischen und denkmalpflegerischen Gründen könne so eine Großveranstaltung mit vielen Gästen und schweren Ausstellungsstücken dort nicht hin. Jetzt schlägt die Stadt das Grüne Tal vor. Doch auch dort gibt es noch einige Unwägbarkeiten, unter anderem die Kosten für Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse sowie die teure Umzäunung – die ist beim südlichen Schlossgarten zum größten Teil schon vorhanden. Außerdem gibt es im Grünen Tal eine Gedenkstätte für die Kriegsgefangenen des so genannten Stalag II, das 1940 auf der Fläche errichtet worden war. Die Crux: Die Saurier-Schau soll schon Anfang April in Schwerin starten. Sie könnte dann bis zum Mitsommerfest auf dem Dreesch, also bis Ende Juni, bleiben.

Heiko Stolp vom Veranstaltungsmanagement der Stadt stellte die Idee jetzt dem Ortsbeirat Großer Dreesch vor – auch um abzuschätzen, ob die Gedenkstätte mit ins eintrittspflichtige Veranstaltungsareal übernommen werden kann. Sehr selten sähen Anwohner dort Besucher, war zu vernehmen. Einen Dinosaurier möchte man an dieser Stelle aber nicht platziert wissen. Die Veranstaltungsfläche sei so groß, dass das wohl ohnehin nicht vorgesehen sei, so Stolp. Ortsbeiratsvorsitzender Stev Ötinger empfindet aber zumindest ein „Unwohlsein“ und schlägt vor, den Bereich des Ehrenmals von der Ausstellung sichtbar abzugrenzen und darüber nachzudenken, ob Menschen, die explizit nur diese Stätte besuchen möchten, kein Ticket lösen müssen.

Wie hoch der Eintrittspreis sein wird in das dann eingezäunte Grüne Tal – der Hauptweg von der Straßenbahnhaltestelle zur Straße „Am Grünen Tal“ und der Spielplatz bleiben offen –, darüber könne der Veranstalter im Moment noch keine Angaben machen. „Das hängt auch von den Kosten ab, die er bei der Errichtung der Schau hat“, so Stolp. Schon die Anlieferung und Montage der originalgetreu rekonstruierten Urzeit-Riesen sei sehr teuer. Zum Entladen von Tyrannosaurus Rex und Co. muss wohl kurzzeitig sogar eine Fahrspur des Grünen Tals gesperrt werden.

Der Ortsbeirat Großer Dreesch will sich jetzt an den entsprechenden Stellen dafür einsetzen, dass die Kosten für Strom, Wasser und Abwasser und eine mögliche Pacht so moderat ausfallen, dass sich die Schau für alle Beteiligten lohnt. Denn noch hat „World of Dinosaurs“ – so der Titel der Schau und auch der Homepage – nicht definitiv zugesagt. „Wir versprechen unsere größtmögliche Unterstützung für das Projekt“, sagt Stev Ötinger. Schließlich würden durch die Schau viele tausend Besucher auf den Dreesch gelockt. Und das Grüne Tal als urwüchsig-urtümliche Dino-Landschaft können sich alle Ortsbeirats-Mitglieder sehr gut vorstellen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen