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Schwerin profitiert vom konjunkturellen Aufschwung : Gewerbe zahlt 27 Millionen Euro

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Vom konjunkturellen Aufschwung profitieren nicht nur Bund und Land, sondern auch die Stadt Schwerin. Die Gewerbesteuereinnahmen der Landeshauptstadt schnellten im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent nach oben.

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erstellt am 05.Feb.2012 | 07:43 Uhr

Schwerin | Vom konjunkturellen Aufschwung profitieren nicht nur Bund und Land, sondern auch die Stadt Schwerin. Nachdem die Gewerbesteuereinnahmen der Landeshauptstadt in den Vorjahren bei rund 21 Millionen Euro stagniert hatten, schnellten sie im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent nach oben und erreichten rund 27 Millionen Euro.

"Der Zuwachs kommt vor allem aus dem produzierenden Gewerbe", erklärte Bernd Nottebaum, Leiter des städtischen Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften. Die Wirtschafts- und Finanzkrise sei auch in Schwerin insbesondere an diesem Bereich nicht spurlos vorübergegangen. Doch 2011 habe sich der Aufschwung messbar niedergeschlagen. Die Gesamtzahl der bei der IHK und der Handwerkskammer Schwerin registrierten Unternehmen habe zugenommen, ebenso die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. So gab es Mitte des vergangenen Jahres in der Landeshauptstadt 47 550 Arbeitsplätze. Besonders freut sich Nottebaum über die gute Entwicklung der produzierende Betriebe. Bei den neun mittelständischen Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten seien sowohl Umsatz als auch Export deutlich gestiegen, einige Betriebe wie etwa Flamm Aerotech hätten deshalb zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. Der Airbus-Zulieferer hat jetzt etwa 260 Beschäftigte.

Erstaunlich hoch ist indes noch immer die Zahl der Auspendler. 9726 Schweriner haben im vergangenen Jahr ihr Geld auswärts verdient. Im Gegenzug allerdings wurden mehr als 25 000 Arbeitsplätze in der Landeshauptstadt von Einpendlern belegt.

In das Bild der positiven Gesamtentwicklung gehören aber auch der Dienstleistungssektor, der in Schwerin in den vergangenen Jahren einen enormen Zuwachs verzeichnete, und der Tourismusbereich. Der Telefondienstleister buw hat jetzt bereits 700 Beschäftigte am Standort Schwerin und expandiert gerade nach Wismar. Das neue Callcenter in der Marienplatz-Galerie hat bereits mehr als 300 Angestellte, Sky in Krebsförden erweitere ebenfalls, berichtet Nottebaum. Der Aufschwung im Fremdenverkehrsbereich lässt sich an der Zahl der Übernachtungen ablesen. Diese stieg im vergangenen Jahr um gut 12 000 auf insgesamt rund 350 000.

"Es war ein gutes Jahr für den Wirtschaftsstandort Schwerin", fasst der Amtsleiter zusammen. Der deutliche Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen und der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen zeigten, dass die Landeshauptstadt auf gutem Wege sei.

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