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Schwerin : Gewalt gegen Polizisten: 41 Fälle in diesem Jahr

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"Insgesamt 41 Fälle von Gewalt gegen Polizisten mussten wir in diesem Jahr leider verzeichnen", sagt Polizeichef Ingo Renk. Damit gäbe es einen deutlichen Anstieg gegenüber 2011 mit 33 und dem Jahr 2010 mit 32 Fällen.

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erstellt am 28.Dez.2012 | 05:57 Uhr

Schwerin | Er wollte sich einer Verkehrskontrolle entziehen - und wurde handgreiflich: Am 1. Weihnachtsfeiertag hat sich ein 40-jähriger Kraft fahrer mit Schlägen und Fußtritten einer Polizeistreife widersetzt. Schließlich wurde der Mann aufs Schweriner Revier gebracht. Eine Überprüfung ergab einen Atemalkoholwert von fast 1,5 Promille. Längst kein Einzelfall. "Insgesamt 41 Fälle von Gewalt gegen Polizisten mussten wir in diesem Jahr leider verzeichnen", sagt Polizeichef Ingo Renk. Damit gäbe es einen deutlichen Anstieg gegenüber dem vergangenen Jahr mit 33 und dem Jahr 2010 mit 32 Fällen.

In mindestens der Hälfte der Fälle spiele Alkohol eine wesentliche Rolle, berichtet Renk. Die Erscheinungsformen des Widerstands seien durchaus unterschiedlich, reichten von Beleidigung und Bedrohung bis zur Körperverletzung. So sei in die sem Jahr ein Beamter von mehreren Tätern ge schlagen und zu Boden geworfen worden , schildert der Polizeichef. "In einem anderen Fall wurde ein Kollege mit einer abgebrochenen Flasche beworfen." Die meiste n registrierten Widerstandshandlungen hätten sich bei Festnahmen, Streitschlichtungen im öffentlichen Raum und bei Einsätzen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt ereignet, so Renk.

Drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe drohen nach Paragraf 113 des Strafgesetzbuches bei einer Verurteilung wegen "Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte". In besonders schweren Fällen könnten sogar fünf Jahre Gefängnis verhängt werden, erklärt der Polizeichef. Der Gesetzgeber habe das mögliche Strafmaß her aufgesetzt und damit auf einen Trend reagiert, nach dem die Gewalt bereitschaft gegenüber Polizei beamten in den vergangenen Jahren bundes weit gestiegen ist.

Um im Falle eines Angriffs vorbereitet zu sein, erhielten Schwerins Polizisten spezielle Schulungen, betont Renk. Dabei würden nicht nur Abwehr- und Sicherungstechniken immer wieder neu vermittelt, sondern auch Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien trainiert.

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