Aktionswoche Schwerin : Gewalt gegen Frauen nimmt zu

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Heute beginnende Aktionstage sollen Dauerproblem in der Landeshauptstadt stärker ins Blickfeld rücken.

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23. November 2015, 08:00 Uhr

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in Schwerin zum Dauerproblem geworden und es gibt keine Entwarnung. Ganz im Gegenteil: „Die Gewalt nimmt wieder zu“, erklärt Dorin Möller, die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt.

Und sie nennt Zahlen: Mussten im Jahre 2003 noch 71 Personen – 38 Frauen und 33 Kinder – im Frauenhaus Zuflucht suchen, so stieg die Zahl 2014 auf 93 Personen. „Aber nicht nur das Frauenhaus, sondern auch die ambulante Beratung verzeichnet eine steigende Betroffenheit. Unsere Schätzungen sagen, dass wir von etwa 200 Frauen mit mindestens 150 mitbetroffenen Kindern ausgehen müssen“, berichtet Dorin Möller.

Eine Besonderheit des Problems Gewalt gegen Frauen liegt darin, dass sie meist im Verborgenen, hinter den geschlossenen Türen der eigenen vier Wände in der Familie ausgeübt wird und gar nicht an die Öffentlichkeit dringt. Mit den heute beginnenden Aktionstagen „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“ soll deshalb das Thema stärker in den Blickpunkt gerückt werden. In Schwerin wie in aller Welt. Der 25. November ist der Internationale Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen!“

Die Aktionswoche in der Landeshauptstadt startet mit einer Lichteraktion für die Opfer und Betroffenen häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt um 15.30 Uhr im Dom. Um auf das Ausmaß hinzuweisen, werden von den Teilnehmenden bei dem Appell gegen Gewalt etwa 600 Kerzen angezündet. Gleich danach wird die Flagge der Frauenrechtsinitiative „Terre des Femmes“ am Rathausfenster gehisst, um ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern zu setzen.

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