Crivitz wird fit : Gesund lernen in Crivitz

Die Schautafel bleibt: Die Mütter Swantje Gerkerns und Anna Schade (r.) sowie Kinder aus der 3a zeigen, wie viele Stücke Würfelzucker in einem Liter des jeweiliges Getränkes stecken.
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Die Schautafel bleibt: Die Mütter Swantje Gerkerns und Anna Schade (r.) sowie Kinder aus der 3a zeigen, wie viele Stücke Würfelzucker in einem Liter des jeweiliges Getränkes stecken.

Bewegung, Ernährung, Sinne: Lehrer, Familien und Firmen gestalten an der Grundschule drei Projekttage

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10. März 2016, 12:00 Uhr

Lernen macht gesund: Das ist in dieser Woche das Motto an der Grundschule Crivitz. Die 281 Mädchen und Jungen erfahren an den drei Projekttagen, wie sie richtig auf ihren Schulstühlen sitzen, wie schon sie Erste Hilfe leisten können, welches Essen gesund ist und vieles mehr. „Das ist für uns eine Premiere“, erzählt Silke Darnstädt. „Wir nehmen erstmals am Landesprogramm ,Gute gesunde Schule’ teil.“ Schon zur Halbzeit zieht die Schulleiterin eine erste Bilanz: „Das läuft toll!“

Die Crivitzer Lehrerinnen haben genau überlegt, wie sie den Kindern ein abwechslungs- und bewegungsreiches Programm bieten können. Dazu haben sie sich Partner gesucht. Auch Eltern, Großeltern, Mitarbeiter vom DRK, von der Rettungswache, von der Demener Firma UWM und von der Physiotherapie-Praxis am See bereiteten an jedem der drei Tage Stationen vor.

So konnte jedes Kind bei Physiotherapeutin Katharina Kröger in die Rückenschule gehen. „Rückenbeschwerden bei Kindern nehmen leider zu“, erzählt die Fachfrau. „Deshalb ist Prävention wichtig. Und wenn unsere Grundschule da aktiv wird, sind wir natürlich dabei.“ Den Kindern gegenüber schlägt die Fachfrau einen ganz anderen Ton an. Denen erklärt sie spielerisch, dass jede Bandscheibe zwischen zwei Wirbeln sitzt – wie ein Ball zwischen ihren Händen. „Und Tiere haben nie Rückenschmerzen, weil sie sich viel bewegen.“ Das konnten die Grundschüler auch tun – beispielsweise beim Zumba in der Turnhalle.

Ein zweites, großes Thema war die Ernährung. Die Mütter Swantje Gerkerns und Anna Schade hatten sich dazu einen Test ausgedacht: Sie überprüften mit Hilfe der Kinder, wie viele Zuckerwürfel in einem Liter von ausgewählten Getränken stecken – natürlich in flüssiger Form. Die Messlatte reichte von null in Mineralwasser bis 38 in Cola. Die Ergebnisse wurden an einer Schautafel festgehalten, die in der Grundschule ausgestellt wird. Die Kinder erlernten auch, was besonders gesund ist und welche Speisen nur selten auf den Essenplan gehören.

Mut war am Stand von Maria Buchweitz erforderlich: Die UWM-Mitarbeiterin ließ Kinder beim „Blindtest“ Früchte verkosten. Und neben dem Geschmackssinn waren auf dem Spezialparcours weitere Sinne gefragt. Selbst mit der Anatomie des menschlichen Körpers und dem richtigen Verhalten in einem Notfall befassten sich die Grundschüler. „Dabei wurde an allen Stationen darauf geachtet, dass das Wissen kindgerecht vermittelt wird“, hebt Silke Darnstädt hervor. „Das haben alle unsere Partner toll gemacht.“

Die Lehrerinnen haben übrigens die Zeit, in der sie nicht selbst vor einer Gruppen standen, genutzt, um sich weiterzubilden: Da ging es darum, wie im normalen Unterricht mehr Bewegung eingebaut werden kann.

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