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PRÄVENTIONSARBEIT IN SCHWERIN : Gespräche gegen Gewalt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Runde des Präventionsprojektes gestartet: „World Café“ war in der Ecolea-Schule zu Gast

Da staunten die Schüler nicht schlecht: „Ich habe einen Klienten, der hat in seinem Schrebergarten Hanfpflanzen angebaut“, berichtete Ivonne Martensen von der Schweriner Sucht und Drogenberatung beim „World Café“ in der Ecolea-Schule in der Schelfstadt. Zwei Meter hoch seien die Pflanzen geworden – und die Sache natürlich aufgeflogen. Martensens Botschaft: Die Jugendlichen sollten lieber die Finger von Drogen lassen.

Ja, das World Café hat wieder seine Tore geöffnet. Das Motto diesmal: „Erwachsen werden“. Gemeinsam mit ihren Partnern wollen Polizei und Sisyphus-Verein erneut viele Ausrufezeichen gegen Gewalt setzen – im Dialog mit Schülern. An mehr als einem Dutzend Tischen konnten die Acht- und Neuntklässler der Ecolea gestern Platz nehmen und mit Experten ins Gespräch kommen. Vertreten neben der Polizei unter anderem die Staatsanwaltschaft, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, das Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge, die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung und die Berufsberatung der Arbeitsagentur.

„Schüler der achten und neunten Klassen sind in dem Alter, in dem junge Leute Erfahrungen sammeln und Grenzen austesten“, sagte die Präventionsbeamtin Heidi Liebmann. „Wir wollen
die Jugendlichen daran erinnern, dass sie für ihr Handeln verantwortlich sind.“ Gewalt und Drogen gehörten leider auch in Schwerin oft zum Schulalltag, so Liebmann. Um so notwendiger seien Informationen darüber, wo sich Betroffene Hilfe holen könnten.

So stellten etwa Wolfgang Winterfeld vom Weißen Ring und Tobias Olschewski von der Schweriner Opferhilfe ihre Angebote vor. „Es ist wichtig zu wissen, an wen man sich im Falle eines Falles wenden kann“, sagte der 14-jährige Sascha, der mit den gleichaltrigen Annkatrin und Marie Sophie und der 13-jährigen Marie-Luise aufmerksam zuhörte. Dass sich Jugendliche bei Problemen aber auch direkt beim Jugendamt melden können, erfuhren die Schüler gestern ebenfalls. Unterstützt wurde das World Café in der Turnhalle der Ecolea von der Elternvertretung – mit einem eigenen Gesprächsangebot. „Wir wollen Flagge zeigen bei diesem wichtigen Projekt“, sagte Monique Frähmke. Die Elternvertretung verstehe sich schließlich als Bindeglied zwischen Schülern, Eltern und Lehrern.

Mehr als 100 Kinder machten beim Präventionsprojekt in der Ecolea-Schule mit. Am 18. April wird das World Café in der Astrid-Lindgren-Schule zu Gast sein. Stationen im Mai sind die Neumühler Schule und die Werner-von-Siemens-Schule.

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