Serie: Buga-Rückblick : Geschichtsträchtig und modern

Anfang 2009 war alles fertig: Der Wartebereich an der Straßenbahnhaltestelle ist geordnet, sauber, und begrünt.
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Anfang 2009 war alles fertig: Der Wartebereich an der Straßenbahnhaltestelle ist geordnet, sauber, und begrünt.

SVZ-Serie "Das hat uns die Bundesgartenschau 2009 gebracht" – heute: Der neu gestaltete Platz der Jugend verfügt über Schwerins längste Sitzbank

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28. Mai 2017, 20:30 Uhr

Dass der Platz der Jugend ein Buga-Projekt war, haben heute vermutlich die wenigsten in Erinnerung. Und doch war es eine äußerst aufwändige, in drei Teilabschnitte unterteilte Baumaßnahme, die einerseits vor allem zur Erneuerung der unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen diente, andererseits dem Platz neues Gesicht gab. Die Komplexität der Arbeiten führte sogar dazu, dass der letzte Bauabschnitt – der Platz der Jugend selbst – erst einen Monat nach der Eröffnung der Bundesgartenschau im Mai 2009 fertig übergeben werden konnte. „Unser Ziel war es, den Platz der Jugend für Einwohner und Gäste zu einer attraktiven öffentlichen Fläche umzugestalten. Heute kann ich sagen, das ist sehr gut gelungen“, sagte der damalige Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff bei der Übergabe des Areals an die Öffentlichkeit. Der Platz präsentiert sich jetzt mit einer neuen, qualitativ hochwertigen Pflasterung und einer zeitgemäßen Begrünung. Eine 70 Meter lange Eibenhecke grenzt den Platz zu den anliegenden Stellflächen ab. Auf der fast 60 Meter langen Sitzbank können Passanten sowie Nutzer des Nahverkehrs beim Warten auf Bus oder Straßenbahn den Blick über den Platz schweifen lassen. Acht Weißdornbäume und acht Eibenwürfel verschönern die Aussicht. Eine etwa 600 Quadratmeter große Stauden- und Kleingehölzfläche rundet das Bild ab. Fünf Lichtstelen tauchen den Platz in den Abendstunden in sanftes Licht. An jeder finden Interessierte einen kurzen historischen Abriss über die Entwicklung dieser Stadtfläche: Die Geschichte des Platzes reicht bis in das Mittelalter zurück, als dieses Gebiet noch vor den Toren der Stadt lag. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt er den Namen Stempelplatz, später wurde er zum Bismarckplatz, bis er schließlich 1950 den Namen Platz der Jugend erhielt.

So hat sich der Platz der Jugend verändert

 

Die Arbeiten auf dem Platz hatten insgesamt drei Monate in Anspruch genommen. Die ersten beiden Teilstücke waren doppelt so lange in Arbeit gewesen. Mit der Umgestaltung des Areals hatte die Stadt auf der Ostseite des Platzes einschließlich des Weges zur Mecklenburgstraße und des Gehweges an der Goethestraße 2-12 begonnen. Der Gehweg wurde verbreitert, zur Abgrenzung sind Hecken gepflanzt, die Lindenreihe wurde ergänzt, der Unterstand für Fahrgäste erneuert, und vor der Apotheke sind Kurzzeitparkplätze platziert.

 

Der zweite Abschnitt umfasste den Bereich von der Einmündung Bleicherstraße bis in Höhe Platz der Jugend 15. Neben der Sanierung der Straße und der Gehwege wurden hier die Grünflächen erneuert und die kleine Platzfläche vor dem Gebäude Ostorfer Ufer 1 neu gestaltet. Die Straße ist verkehrsberuhigt ausgebildet worden, und es wurden ebenfalls zusätzliche Stellplätze geschaffen.

Zeitgleich mit der Neugestaltung der öffentlichen Bereiche sind die Stützmauer des früheren Anna-Hospitals und der Gartenbereich neu gestaltet worden.

Die Planungsvorbereitung für den Platz der Jugend erfolgte bereits 2005, nachdem bereits ein Jahr zuvor die Gleisanlagen und Haltestellenbereiche durch den Nahverkehr erneuert wurden. Im Vorjahr waren die Abwasser- und die Trinkwasserleitungen saniert worden, so dass im März die Bauarbeiten für die Neugestaltung beginnen konnten.

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