Kino : Geschichtsstunde kommt nur langsam in Fahrt

Staraufgebot: In „Monuments Men“ spielt George Clooney die Hauptrolle und führte Regie, ihm zur Seite stehen Stars wie Matt Damon.
Staraufgebot: In „Monuments Men“ spielt George Clooney die Hauptrolle und führte Regie, ihm zur Seite stehen Stars wie Matt Damon.

Schweriner Kino Capitol zeigt George Clooneys Verfilmung des Weltkriegsromans von Robert M. Edsel

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04. März 2014, 22:51 Uhr

Für die Vermittlung historischer Fakten ist eine Kino-Leinwand nur bedingt geeignet. Dafür gibt es Fernsehdokumentationen, Geschichtsbücher und Nachschlagewerke. Aber Kino kann Historie unterhaltsam verpacken und den Zuschauer neugierig machen, sich mit in Vergessenheit geratenden Kapiteln der Zeitgeschichte zu befassen. Mit „Monuments Men“ hatte George Clooney dafür dank der realen Figuren und der Romanvorlage von Robert M. Edsel eigentlich alles richtig machen können. Hat er aber nicht. Der Regisseur versucht ein Kriegsabenteuer zu stricken, vollgespickt mit Stars wie Hugh Bonneville, sonst Herr über „Downton Abbey“, und „The Artist“-Star Jean Dujardin, und schafft in der ersten Filmstunde tatsächlich weniger Spannungsbogen als eine Spiegel-TV-Doku über die Essgewohnheiten Adolf Hitlers. Da hat Clooney eine Chance vertan. Dass er es besser kann, beweist er im letzten Drittel der „Monuments Men“. Da stimmt die Handlung, da wird es unterhaltsam. Und selbst Dialoge, die vorher noch solche Plattitüden abarbeiteten wie „Nur weil Krieg ist, muss man ja nicht schlecht essen“ kommen plötzlich glaubhaft herüber, ja in Ansätzen sogar witzig.

Und darum geht es: Zum Kriegsende erlässt Hitler den Befehl, dass keine Kunstwerke für den Feind zurückgelassen werden sollen. Alles, was nicht mitzunehmen ist, soll vernichtet werden. Genau diese Zerstörung wertvoller, historischer Kunstwerke zu verhindern, ist die Aufgabe des Teams um Anführer George Stout (George Clooney). Zusammen mit seinem Freund James Rorimer (Matt Damon) und fünf weiteren Kunstexperten begibt sich Stout an die Westfront, um den Schaden, soweit dies möglich ist, einzudämmen. Das wird schnell zur Schatzsuche.

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