Pinnower Gesichter : Geschichten aus Pinnow

Hier arbeitet Hanna Borchert am liebsten: Auf dem Steg am Seeufer lässt sie ihre Gedanken schweifen und schreibt ihre Kinderbücher.
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Hier arbeitet Hanna Borchert am liebsten: Auf dem Steg am Seeufer lässt sie ihre Gedanken schweifen und schreibt ihre Kinderbücher.

Hanna Borchert hat ihr zweites Kinderbuch herausgebracht, das vom See, Feli und der Nixe Wally erzählt

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09. August 2016, 16:00 Uhr

Ein Holzsteg am See, darauf eine Bank, ein Stuhl und ein Tisch mit Blumenschmuck – und ein Laptop. Das ist der bevorzugte „Arbeitsplatz“ von Hanna Borchert. Hier am kleinen Binnensee, der eine Verbindung zum großen Pinnower See hat, sitzt die 70-Jährige und schreibt Kinderbücher. Gerade ist ihr zweites Buch „Meine Freundin, eine Nixe“ herausgekommen.

Die Pinnowerin erzählt die Geschichte von Felizitas, genannt Feli, die in einem Dorf wie Pinnow lebt und gern am See sitzt. Dort lernt sie die Nixe Wally kennen. Sie stellen fest, dass jeder mal in den Körper des anderen schlüpfen möchte – für kurze Zeit. Der Wunsch geht in Erfüllung. Wallys Tante ist Zauberin und macht das möglich. Drei Tage erleben Wally und Feli die Welt des anderen. Feli rettet als Nixe Fische, die sich in Netzen verfangen haben. Auch ein Kind, das mit einer Luftmatratze auf den See abgetrieben ist, kommt dank ihrer Hilfe wieder sicher an Land. Und Wally? Wally besitzt einige Zauberkräfte, zwar nicht so starke wie die Tante, aber diese reichen, um die Mutter von Felizitas zu heilen. Die beiden Mädchen, jeder wieder im eigenen Körper, schließen Freundschaft.

Ein Jahr lang hat Hanna Borchert an diesem Buch gearbeitet. Die Idee dazu kam ihr – wie sollte es anders sein – am See , der ihr wie ein Zaubersee vorkommt. Hier lässt sie ihre Gedanken schweifen und die besondere Atmosphäre auf sich wirken: Etwa frühmorgens, wenn der Dunst vom Wasser aufsteigt, ein Schwarm Rotfedern angeschwommen kommt und der Eisvogel auf einem Ast laut ruft. Hier hat sie die Geschichte von Feli und der Nixe entwickelt. Für die Illustrationen sorgte Freundin Barbara Opel aus Pinnow.

Erschienen ist das Buch bei Edition Digital Pekrul & Sohn Godern. Vorerst sind es 100 Bücher. Im Herbst möchte die Autorin, die Krippenerzieherin von Beruf ist, es im Ort vorstellen und dann auch wieder vor Kindern lesen. So hat sie es schon beim ersten Buch „Frau Grunz-Grunz und ihr Sohn, der kleine Heinrich“ gemacht. Über die Resonanz habe sie sich sehr gefreut. Das sei auch Antrieb gewesen, erneut zu schreiben.

„Es sind Vorlesegeschichten zum Einschlafen und Träumen“, macht die Pinnowerin deutlich. Sie selbst habe ihren zwei Kindern früher Gute-Nacht-Geschichten erzählt – frei erfundene. Ihr Sohn ermunterte sie später, Geschichten aufzuschreiben. Das mache ihr inzwischen viel Freude. Wenn wundert es daher, dass ein drittes Kinderbuch in Arbeit ist. Darin geht es um einen Maulwurf.

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