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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. August 2017 | 01:52 Uhr

Saisonauftakt in Muess : Geschichte zum Mitmachen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volkskundemuseum startet am Osterwochenende in die Saison: Sonderausstellungen und viele Aktionstage

Der erste Schock über die Kürzungs-Vorschläle des Beratenden Beauftragten ist vergessen, mit neuem Schwung und der Hoffnung auf gutes Wetter und viele Eröffnungsgäste startet das Freilichtmuseum Mueß am Sonnabend in die Saison. Sonderausstellungen, Musikfestivals, Gartenmarkt, Theaterspiel und vieles mehr stehen bis Ende Oktober auf dem Plan. Die Binnenfischerei-Ausstellung wird aufgepeppt und Anträge geschrieben, um das neue Museums-Konzept umzusetzen. „Potenzielle Förderer sind durch die Sparplan-Diskussion natürlich verunsichert worden“, sagt Museums-Chefin Gesine Kröhnert. „Aber die Schweriner Kommunalpolitiker haben unser Konzept bereits befürwortet und stehen hinter der Einrichtung.“ Zumal durch die vorgeschlagene Einsparung der Personalkosten wegen der vielen geringfügig Beschäftigten, die für das Museum arbeiten, der Spareffekt eher klein sei. Gebäude und Gelände des Freilichtmuseums müssten hingegen auch ohne öffentlichen Museumsbetrieb weiter gepflegt werden – sie stehen unter Denkmalschutz. Bevor Schwerin mit einem historisch wertvollen „Spökendorf“, also einem Geisterdorf, von sich reden macht, versuchen die Museumsmitarbeiter weiter, mit spannenden Veranstaltungen dem Ensemble Leben einzuhauchen.

Los geht es am Sonnabend um 15 Uhr mit der Ausstellung „Naive Kunst aus Polen“, eine Kooperation mit dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin. Die Sonderschau umfasst mehr als 80 Werke und bleibt bis 6. Juli im Kunstkaten. Am Sonntagnachmittag gibt es in Mueß österlich-historische Spiele wie Eiertrudeln und Eierlaufen in Holzschuhen. Um 14 Uhr führen Ernst Poets, Wolfgang Meyering und Ralf Gehler mit Musik durch das Museum, erzählen Geschichten aus der Geschichte, die sich mit der Volksmusik in Mecklenburg und Europa verknüpfen. Alle drei gehören zu den Initiatoren des internationalen Windros-Folkfestivals, das vergangenes Jahr in Mueß Premiere hatte. Im September feiert es seine zweite Auflage. Dudelsackprofi Ralf Gehler selbst zieht jetzt mit seiner Werkstatt für historische Musikinstrumente in den Armenkaten vis a vis des Museumsgeländes. Dort können ihm Gäste auch bei der Arbeit zuschauen.

Schon am 27. April lockt der nächste Höhepunkt ins Volkskundemuseum: Von 10 bis 18 Uhr zeigen rund 40 Anbieter Blumen, Büsche, Stauden, Bäume und Gewürze, Saatgut, Gartengeräte und Accessoires beim Pflanzenmarkt. Die Fritz-Reuter-Bühne lädt im Juli zum Open-Air-Theater, das Museum beteiligt sich an den offenen Gärten, es gibt einen Wäscheklammertag, Schattentheater und die Fledermausnacht. Am 19. Juli startet die Schau „Die beiden Mecklenburg in den Napoleonischen Kriegen 1806 bis 1815.“

 

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erstellt am 17.Apr.2014 | 20:00 Uhr

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