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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 06:48 Uhr

Firmen-Aus? : Gerüstbauer wollen überleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Mitarbeiter der Schweriner Firma Prieß fürchten um ihre Arbeitsplätze. Firmenchef Hans-Günter Prieß sagt: Die Stadt will uns zur Aufgabe zwingen.

svz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 20:00 Uhr

Ungewöhnlicher Protest gestern Morgen vor dem Stadthaus. Die Mitarbeiter der Gerüstbaufirma Prieß umrundeten mit vier Lastwagen und unter Dauerhupen mehrmals den Verwaltungssitz. Sie protestierten so gegen „die erbarmungslose Umsetzung des Bebauungsplanes Lewenberg“, wie es auf einem Flugblatt heißt. Knackpunkt ist die von der Stadt geplante Flächenrenaturierung hinter dem neuen Edeka-Markt. „Wir haben deshalb bereits die Anweisung bekommen, unseren Lagerplatz bis Oktober zu räumen“, so Firmenchef Hans-Günter Prieß. „Das ist finanziell und logistisch nicht machbar.“ Denn für einen Umzug wären 250 Lastwagenfahrten erforderlich. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen keine anderen Aufträge annehmen könnte und damit keine Einnahmen hätte. „Wir müssten nach 20 Jahren schließen und 15 Leute stünden auf der Straße“, so Prieß. Er sieht aber die Möglichkeit, den B-Plan zu ändern. „Gespräche mit dem Bauamt, der Wirtschaftsförderung und der Oberbürgermeisterin haben aber nichts gebracht. Denen sind wir egal.“ Mit der Protestaktion wollten die Gerüstbauer mit Nachdruck auf ihre Situation aufmerksam machen.

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