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Schlossbucht Schwerin : Gericht stoppt Baustart des Schiffsanlegers

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Der Schiffsanleger an der Schweriner Schlossbucht darf mit Rücksicht auf die beginnende Vogelbrut vorerst nicht gebaut werden. Das Verwaltungsgericht in Schwerin stoppte den für heute geplanten Baubeginn.

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2012 | 10:57 Uhr

Schwerin | Der Schiffsanleger an der Schweriner Schlossbucht darf mit Rücksicht auf die beginnende Vogelbrut vorerst nicht gebaut werden. Wie der Umweltschutzverband BUND mitteilt, stoppte das Verwaltungsgericht in Schwerin den für heute geplanten Baubeginn und gab damit einem Antrag des BUND statt.

"Obwohl die Wasservögel an den Ufern der Schlossbucht derzeit ihre Reviere beziehen und schon fleißig Nester bauen, sollten in Kürze die lauten Rammarbeiten für den Schiffsanleger beginnen. Dies verstößt massiv gegen gesetzliche Vorgaben", begründete Bund-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag den Antrag. Auch grundsätzlich sind die Umweltschützer gegen das Projekt, von dem sich die Stadt eine touristische Belebung des Uferbereichs gegenüber dem Schloss verspricht. Zur Bundesgartenschau 2009 war die schwimmende Brücke über die Schlossbucht einer der Besuchermagnete.

Sie musste aber wieder abgebaut werden. "Auch langfristig wäre ein 50 Meter langer Schiffsanleger und der resultierende Bootsverkehr in dieser Lage völlig unverträglich. Die Stadt hat sich erneut entschlossen, gegen das Vogelschutzgebiet und nicht mit ihm zu planen. Dies ist der falsche Weg", monierte Cwielag.

Die Schlossbucht sei bisher wenig von Boots- und Schiffsverkehr beeinträchtigt und deshalb für zahlreiche Wasservogelarten unverzichtbarer Brut- und Rastplatz.

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