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20. September 2017 | 06:00 Uhr

Schwerin : Genossenschaft verbaut fast 18 Millionen

vom

Die SWG baut seit dem vergangenen Jahr nicht nur in Neu Zippendorf, sondern auch am Ziegelsee neue Häuser. Der Grund für die zahlreichen Investitionen: ein finanzieller Überschuss in Millionenhöhe.

svz.de von
erstellt am 14.Jun.2013 | 07:19 Uhr

Schwerin | Schwerin ist derzeit mit Baustellen übersät. Überall wird fleißig gehämmert, geschweißt und verputzt. Dass die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) einer der Akteure ist, die beim Baugeschehen mitmischen, erfuhren die Teilnehmer der 23. SWG-Vertreterversammlung. Nicht nur in Neu Zippendorf, auch am Ziegelsee lässt die SWG seit dem vergangenen Jahr neue Häuser heranwachsen. Und wo nicht neu gebaut wird, da hat die Genossenschaft modernisiert, rückgebaut oder abgerissen.

Grund für die Investitionen ist die gute Ertragslage der Genossenschaft, die sich auch 2012 weiter verbessert hat. "Trotz des Leerstands in einigen Quartieren und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit vieler Schweriner ist die SWG stabil und zukunftsfähig. Wir erzielen seit 2005 jedes Jahr wirtschaftliche Überschüsse", so Margitta Schumann vom Vorstand.

Insgesamt erwirtschaftete die SWG im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,2 Millionen Euro. Gleichzeitig steckte sie 5,7 Millionen Euro in die Neu- und Umbaumaßnahmen. Verbessert wurden die Wohnverhältnisse vor allem im Quartier "An den Seeterrassen" in Neu Zippendorf, wo bis Ende 2012 acht Gebäude aus DDR-Zeiten umgebaut und ein Neubau mit barrierefreien Wohnungen in Angriff genommen wurde.

Wohnungen in exklusiver Lage entstehen seit dem Vorjahr zudem am Schweriner Ziegelsee. "Mit diesem Vorhaben haben wir gute Chancen, neue Mitglieder zu gewinnen, die wir durch unseren bisherigen Wohnungsbestand noch nicht bedienen konnten", sagte Margitta Schumann. In diesem Jahr hat die SWG für alle Bautätigkeiten wieder Ausgaben in Höhe von 17,7 Millionen Euro eingeplant. Die fließen jedoch nicht nur in den Neubau, sondern auch in Rück- und Umbau, Abriss sowie die laufende Instandhaltung der bestehenden Gebäude.

Eine bessere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit erhofft sich die SWG durch den Umzug des Geschäftssitzes von der Weststadt in die Innenstadt, der für einen Teil der 65 Mitarbeiter im November erfolgen soll. "Unser bisheriger Stammsitz, bei dem uns die Besucher über eine alte Garagenlandschaft finden müssen, ist nicht mehr zeitgemäß", so Schumann.

Wie auf jeder SWG-Vertreterversammlung warfen auch dieses Mal die 58 anwesenden Vertreter einen Blick auf den aktuellen Wohnungsbestand. Im Eigentum der SWG befanden sich Ende 2012 insgesamt 9113 Wohnungen. Durch Rückbau, Abriss, Stilllegung und Verkauf hat sich der Gesamtbestand um 124 Wohnungen gegenüber 2011 vermindert.

Problematisch sei nach wie vor, dass sich Wohnungen an schwierigen Standorten schlecht vermieten ließen, erklärte Margitta Schumann. "Jede leer stehende Wohnung kostet uns Geld. Daher werden wir von den insgesamt 912 nicht vermieteten Wohnungen in den nächsten drei Jahren 152 abreißen und 55 moderni sieren." Auch in diesem Jahr will die SWG im Mueßer Holz insgesamt 80 Wohnungen vom Markt nehmen. Hier steht zurzeit jede vierte Genossenschaftswohnung leer. "Insgesamt", schätzt Margitta Schumann, "gibt es momentan in Schwerin 7000 Wohnungen zu viel. Und es wird weiter neu gebaut."

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