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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 03:30 Uhr

Schwerin-Weststadt : Genossenschaft sucht Wohnungen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ab 2018 will die SWG weitere Blöcke in der Weststadt sanieren, doch dafür fehlen Ausweichquartiere für die Mieter

von
erstellt am 22.Okt.2015 | 12:00 Uhr

In den Waisengärten, in der Leonhard-Frank-Straße, in der Bernhard-Schwendtner-Straße, in der Wuppertaler Straße – die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft ist derzeit einer der aktivsten Bauherren in der Stadt. Millionen werden in neue Wohnungen investiert. Ende 2017 ist dieses Programm beendet. „Ab 2018 wollen beginnen, in der Weststadt einige Blöcke zu sanieren“, so SWG-Vorstand Margitta Schumann. Doch es gibt ein großes Problem für die Genossenschaft: Wohin mit den Mietern?

Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft hat aktuell einen Leerstand von acht Prozent. In diesem Jahr sollen 60 Wohnungen abgerissen werden, 2016 noch einmal 70. „Damit wird sich unser Leerstand weiter verringern“, so Margitta Schumann. Das hört sich gut an, senkt es für die Genossenschaft doch die Kosten. Doch es gibt eben auch einen Pferdefuß. „Uns fehlen Ausweichquartiere, wenn wir sanieren.“ Besonders in der Weststadt. In diesem Stadtteil ist der Vermietungsgrad sehr hoch, es gibt kaum Leerstand.

„Eine Sanierung ist wirtschaftlich nur dann möglich, wenn wir alle Wohnungen eines Aufgangs in Angriff nehmen“, sagt Schumanns Vorstandskollege Guido Müller. Dass die Mieter dabei in ihren Wohnungen bleiben, will die SWG aber keinem antun. Bei der Sanierung des Hochhauses in der Werner-Seelenbinder-Straße sind zwar ein paar Wohnungsinhaber geblieben. Allerdings waren Schmutz und Lärm erheblich. „Das heißt, dass wir immer mindestens acht Ersatzwohnungen haben müssen.“ Und zwar nicht irgendwo in der Stadt. „Wir wollen unseren zumeist älteren Mietern auch nicht nur für einen begrenzten Zeitraum zumuten, in einen anderen Stadtteil zu ziehen, nach Neu Zippendorf zum Beispiel. Gerade diese Mieter sollen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.“

Kein einfaches Unterfangen. Müller hat deshalb eine spezielle Arbeitsgruppe zusammengestellt. Die soll jetzt eine Technologie austüfteln, wie die SWG-Häuser in der Weststadt am sinnvollsten saniert werden können.

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