Zusammenhalt : Gemeinsam sind sie fröhlich

Bei schönem Wetter findet der Kreis für ältere auch im Garten des Crivitzer Pfarrhauses statt.
Bei schönem Wetter findet der Kreis für ältere auch im Garten des Crivitzer Pfarrhauses statt.

Seit 30 Jahren organisieren Frauen in Crivitz einmal im Monat einen Nachmittag für die Älteren mit viel Kultur im Pfarrhaus

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24. September 2015, 16:00 Uhr

Der Alltag der arbeitenden Bevölkerung in Crivitz war vor 30 Jahren gut strukturiert. Die restlichen Einwohner saßen oft zu Hause, trafen sich gelegentlich in privaten Gruppen. Das wollte Marianne Rathke im Oktober 1985 ändern. Die Frau des damaligen Crivitzer Pastors Heinrich Rathke initiierte ein Treffen für die Älteren im Pfarrhaus. Einmal im Monat lud sie mit Ilse Plügge, Ingeborg Kleiner und Christine Schade zu einem gemeinsamen Nachmittag ein. 30 Personen folgten der ersten Einladung. „Es war recht eng im damaligen Gemeinderaum. Doch Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte“, sagt Christine Schade. Die ehemalige Küsterin ist auch heute noch dabei, wenn sich die Senioren aus Crivitz einmal im Monat im Pfarrhaus treffen. Und es mussten keine Kirchenmitglieder sein – das ist auch heute noch so.

Nicht nur das Treffen ist geblieben, sondern auch am Ablauf hat sich seit 30 Jahren nichts geändert. „Zu Beginn gibt es den geistlichen Zuspruch – eine kleine Andacht mit Gebet und Segen – und anschließend ein nettes Beisammensein mit Kaffee und Kuchen“, erzählt Christine Schade. Und immer stehe ein Überraschungsthema auf dem Programm. „Das kann ein Vortrag über die heimische Natur oder ein Reisebericht sein, ein Singenachmittag oder auch mal etwas sportliches wie beispielsweise Gymnastik“, sagt Brigitte Trilk. Gemeinsam mit Christine Schade, Gudrun Lüders und Christel Schröder kümmert sie sich heute um die monatlichen Treffen der Älteren im Crivitzer Pfarrhaus. Anfang des Jahres sitzen die vier Frauen zusammen und bereiten einen Plan vor. Bei einem Arbeitsfrühstück, wie sie es nennen, werden die Themen festgelegt und auch die Ausflüge vorbereitet. Denn einmal im Jahr gibt es eine Ganztagsfahrt für die Älteren. „Und diese Route fahren wir dann vorher gemeinsam ab, klären einen Besuch einer Kirche mit dem ortsansässigen Pastor und die Verpflegung. Das ist dann die Belohnung für uns“, sagt Christine Schade. Aber auch die vielen zufriedenen Gesichter seien ein guter Lohn für die ehrenamtliche Arbeit der Damen.

Denn jeder Nachmittag für Ältere werde sorgfältig vorbereitet. Vom kulturellen Rahmen bis zur Tischdekoration ist alles geregelt. „Wenn ich da noch an die ersten Jahre zurückdenke“, sagt Christine Schade und lacht.

Anfangs habe sich jeder Teller und Tasse selbst mitgebracht, wurde der Kaffee mit einem Tauchsieder im Zehn-Liter-Eimer gekocht. Später gab es dann auch einmal Pappteller von der Partnergemeinde. „Die haben wir abgewaschen und zum Trocknen auf die Leine gehangen“, erinnert sich die Crivitzerin.

Heute sei es anders – komfortabler. Geschirr und Kaffeemaschinen gibt es nun im Pfarrhaus. Kuchen und Kaffee komme aber immer noch von den Damen. „Wir machen das alles eigenständig, brauchen keine finanzielle Unterstützung von der Kirchengemeinde, denn wir sammeln selbst Spenden. Das Verhältnis zur Kirchengemeinde ist sehr herzlich“, betont Christine Schade. Und so gibt es am kommenden Sonntag, 27. September, um 10 Uhr einen Jubiläumsgottesdienst in der Crivitzer Kirche und am 7.Oktober findet dann um 15 Uhr das festliche „Herbstkaffee“" zum 30-jährigen Bestehen des Kreises für Ältere im Gemeinderaum des Pfarrhauses Crivitz statt.

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