Wir in Langen Brütz : Von Höhe 78 aus die Natur genießen

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Gästeführerin Petra Zoschnik lädt zu Touren vor der eigenen Haustür ein

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18. Januar 2016, 11:22 Uhr

Für Petra Zoschnik ist der Spruch „Leben, wo anderer Urlaub machen“ kein Werbeslogan, sondern Realität. Und mehr noch: Da die 53-jährige Kritzowerin zertifizierte Naturführerin ist, bringt sie ihren Gästen die Schönheiten vor der eigenen Haustür nahe. Das Warnowtal, die Kritzower Berger, das Glasermoor mit Biberburgen, archäologischen Lehrpfad, Reste von Glashütten und der Hügel der einstigen Fürstensitzes des Hauses Parchim-Richenberg sind hier zu finden. Vier ihrer acht Touren durch den Naturpark Sternberger Seenland beginnen und enden an der Kritzower Bushaltestelle. „Besser gehts nicht“, betont Zoschnik, die ihren Gästen gern auch ihren Lieblingsort zeigt: die Höhe 78 in den Kritzower Bergen. Von dort ist der Rundblick über die Endmoränenlandschaft besonders eindrucksvoll.

Bereits im Jahr 2008 machte sich die einstige Berufsschullehrerin mit ihrer Agentur Petour selbstständig. „Damals gingen die Lehrlingszahlen zurück“, erinnert Zoschnik. „Und mit der Schweriner Buga bot sich eine Chance zum Neuanfang als Gästeführerin.“ Noch heute führt sie Touristen durch die Landeshauptstadt. Das macht den Hauptteil ihres Geschäftes aus. Doch die Wanderungen durch den Naturpark will sie nicht missen. „Seit 2007 leben ich in Kritzow“, erzählt Petra Zoschnik. Das Dorf wurde schnell zu ihrem Zuhause. Die Umgebung hat sie nicht nur erkundet. „Um Touren leiten zu können, habe ich viel recherchiert, Fakten über Geschichte, Landschaft, Flora und Fauna gesammelt.“ Inzwischen kann die Neu-Kritzowerin sogar einige Vereinsfreunde aus dem Angel- und Sportverein mit Geschichten überraschen, die selbst Alt-Eingesessene nicht kennen. Ende Februar gibt es die nächste Vereinstour. Und dafür wird sich Petra Zoschnik wieder etwas Besonderes ausdenken.

Schon am 6. Februar steht eine öffentliche Tour in die Kritzower Berge und damit zur Höhe 78 an. Dafür können sich Interessenten anmelden – unter petour.de oder 0172/8912512. Um 10 Uhr geht es los und dann etwa drei Stunden lang über Höhen und Tiefen der Endmoräne. „Wenn zwei Interessenten kommen, gehen wir los“, betont Zoschnik. Sie hofft, dass sie den Gästen dann frische Fraßspuren von Bibern zeigen kann: „Die sind im Winter leichter zu entdecken als im Sommer.“

Zumeist kommen um die zehn Leute zu Naturführungen. Im Sommer sind es mehr, angemeldete Gruppen oft größer. Doch selbst wenn sich mehr als 20 Gäste einfinden, ist das kein Problem. „Dann wird die Gruppe geteilt“, verrät Zoschnik. Die einstige Einzelkämpferin hat mit Marko Bosse und Hendrik Müller bei Bedarf inzwischen zwei Fachmänner an ihrer Seite. Petra Zoschnik hat den doppelten Wechsel nie bereut: Sie hat in Kritzow eine neue Heimat und ihren Traumberuf gefunden.

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