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Wir in Holthusen : Tiere zum Anfassen auf dem Bauernhof

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Agrargemeinschaft Holthusen und Verein „Landleben“ wollen Angebot erweitern

von
erstellt am 17.Mai.2016 | 10:38 Uhr

Der Ziegenbock zeigt sich kampfeslustig, sein Ziegen-Gefolge und die Schafe kommen angelaufen – in der Hoffnung auf Futter. Brigitte Roost-Krüger kennt ihre Vierbeiner, die auf der Wiese des Bauernhofes der Agrargemeinschaft Holthusen herumtollen und hat frisches Grün dabei.

Auf dem Kinderbauernhof leben nicht nur Zwergziegen und Schafe, sondern auch ein Esel und Freddy, das Minischwein. Das hat die Chefin der Agrargemeinschaft vor einigen Jahren mit der Flasche aufgezogen. Freddy ist beliebt. Auch Kinder, die den Bauernhof besuchen, haben das Borstenvieh ins Herz geschlossen. Für die Kinder gibt es außerdem eine große Sandkiste. Mit ihren Eltern oder Großeltern genießen die Kinder Eis aus der Eisdiele. Die Agrargemeinschaft bietet selbst hergestelltes Bauernhof-Eis an, ebenso selbst gebackenen Kuchen. Vom Frühjahr bis zum Herbst ist die Diele offen – und ein Anziehungspunkt in der Region.

Den Kinderbauernhof will die Agrargemeinschaft ausbauen und mehr Spielmöglichkeiten anbieten. Deshalb soll mit Hilfe des Vereins „Landleben Holthusen“ eine Spielanlage angeschafft werden. Überhaupt haben Genossenschaft und Verein gemeinsam einiges vor. Denn auf dem Areal des Kinderbauernhofes und der Eisdiele soll ein Backofen mit Außenküche entstehen. Hier könnten sich Schüler in einem „Grünen Klassenzimmer“ zum Beispiel mit dem Thema „Gesunde Lebensmittel“ beschäftigen und manch Praktisches ausprobieren. Für die Erweiterung des Kinderbauernhofes will der Verein Fördermittel einwerben. Brigitte Roost-Krüger war Mitinitiatorin der Vereinsgründung. 15 Mitstreiter gibt es mittlerweile. Holger Maack, amtierender Vereinsvorsitzender, erklärt das Anliegen: „Wir wollen an ländliche Traditionen erinnern, aber auch den Blick auf die heutige Landwirtschaft nicht verlieren.“

Der Verein „Landleben“ will sich am Sonntag, 12. Juni, auf dem Hof der Agrargemeinschaft Einheimischen und Gästen beim Tag des offenes Hofes vorstellen – mit verschiedenen Angeboten: Geplant sind ein Pflanzenflohmarkt, Geschicklichkeitsspiele für Kinder und es wird Schmalzstullen geben. Ausgestellt wird altes Waschzubehör, das einen Eindruck vermittelt, wie früher auf dem Land gewaschen wurde.

Bei all dem Engagement fürs Dorf verliert die Agrargemeinschaft nicht den Blick auf ihr Hauptgeschäft: die Feldwirtschaft und die Milchproduktion. Die Milchproduktion ist vorübergehend eingestellt, die Kühe wurden verkauft. Hintergrund waren die geringen Milchpreise und der Zustand der alten Ställe. Die sollen abgerissen werden, eine moderne Milchviehanlage für 600 Kühe am Dorfrand gebaut werden (SVZ berichtete). Ende 2017 soll sie fertig sein und der Milchpreis dann hoffentlich wieder auf einem höheren Niveau, so Roost-Krüger. In Nähe des jetzigen Stallareals will die Gemeinde eine neue Kita errichten. Derzeit sind Kommune und Agrargemeinschaft dabei, den Flächentausch in Papier und Tüten zu bringen. Die Umgestaltung am Dorfeingang wird dazu beitragen, den Eingangsbereich des Dorfes attraktiver zu machen.

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