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Wir in Banzkow : Störtal-Geschichte im Hotel-Keller

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Museum zeigt einstigen Dorfladen, alte Schmiede, Banzkower Modell und mehr

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 08:48 Uhr

Land- und Forstwirtschaft sind schon lange nicht mehr die einzigen Wirtschaftsfaktoren in der Lewitz. Dass der Tourismus eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich besonders in Banzkow. Nicht nur in und an der markanten Windmühle gibt es ein Hotel, in Sichtweite lädt auch das Trend Hotel Gäste ein.

Dessen Gebäude wurde erst in den 1970er-Jahren errichtet – als Lehrlingswohnheim standen schon damals viele Betten drin. Der Komfort heute ist natürlich ein vollkommen anderer. Das Trend Hotel ist ein Drei-Sterne-Plus-Haus mit 128 Betten. „Wir sind ein Tagungshotel, aber auch Reisegruppen und Individual-Touristen schauen gern bei uns rein“, erzählt Beate Widmer, die gemeinsam mit Fred Günther das Trend Hotel leitet.

Dass es dieses Hotel überhaupt gibt, ist einem Investor aus den alten Ländern zu verdanken, der sich zu Wendezeiten in die Lewitz verliebte und den Umbau zum Hotel finanzierte. Die Nähe zu Schwerin, aber vor allem die Lewitz vor der Haustür sind Fakten, mit denen das Gastgewerbe in Banzkow punktet. Die Besucher können die Natur erkunden – auf Booten, von Kremsern aus, mit Fahrrädern und auf Schusters Rappen. „Dabei arbeiten wir mit der Banzkower Tourist-Information und den lokalen Anbietern eng zusammen“, betont Widmer.

Enge Beziehungen pflegt das Trend Hotel mit dem vor 20 Jahren gegründeten Störtal-Verein. Wenn der zum kulinarischen Filmabend in das alte Gasthaus und die heutige Begegnungsstätte im Dorfkern einlädt, bereitet der Koch vom Trend Hotel ein Menü zu – passend zum Film. „Das passt, denn unsere Köche sind offen für kulinarische Einflüsse aus aller Welt“, verrät Widmer. „Das kommt bei Hotel- und Restaurant-Gästen an.“

Im Jahr 2000 räumte das Hotel zudem das Kellergeschoss. Zur 700-Jahr-Feier Banzkows entstand das Störtal-Museum. Das rührige Aufbauteam trug Zeugnisse aus der Dorfgeschichte und der Lewitz zusammen. Aber ein geeigneter Ausstellungsplatz fehlte. Der wurde im Keller des Trend Hotels gefunden. Der alte Dorfladen mit Kneipentisch, eine Schmiede, eine Waschküche und das Modell von Banzkow um 1900 nehmen ganze Räume ein. Hinzu kommen mehr als 1000 andere Exponate, die das Landleben von anno dazumal lebendig werden lassen. Mitstreiter vom Störtal-Verein öffnen das Museum sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Anmeldung. Auch das Team vom Hotel hat einen Schlüssel. „Gerade bei Familientreffen heutiger und ehemaliger Mecklenburger ist ein Abstecher ins Museum beliebt“, erzählt Beate Widmer.

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