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Wir in Raben Steinfeld : Schlosser sattelte auf Holz um

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gunter Dehl hat zwei Handwerksberufe erlernt und führt heute eine Tischlerei

Auf die Frage, welcher Werkstoff ihm lieber ist, antwortet Gunter Dehl zögerlich. „Holz“, und nach einer kurzen Pause fügt der 50-jährige Tischlermeister an: „Das ist nicht so kalt wie Metall, liegt besser in der Hand.“ Aber Holz verzeiht auch nichts: Eine einmal gekürzte Latte kann nicht wieder verlängert werden. „Wieder zusammenschweißen, das geht nicht“, ergänzt der gelernte Metallbauer und Schlosser.

Dass Gunter Dehl zwei Berufe hat, ist der Liebe geschuldet, der Liebe zu seiner Frau Birgit. Denn deren Vater Heinz Meyer hatte schon zu DDR-Zeiten eine Tischlerei auf einem Schweriner Hinterhof. Der Schwiegersohn sollte sie übernehmen und musste dazu umsatteln. Nach der Wende war zudem ein Umzug nötig. Denn der Bestandsschutz für den alten Firmensitz erlosch mit dem Meisterwechsel. „Da ich ja in Raben Steinfeld groß geworden und zu Hause bin, habe ich mich hier umgesehen“, erzählt Gunter Dehl. Direkt im Dorf wurde der Tischler nicht fündig. Die Gemeinde setzte bei der Dorfentwicklung auf Wohnbebauung und nicht so sehr auf Gewerbe. Doch gleich nebenan in Pinnow-Ausbau bot sich eine Möglichkeit: Ein alter Rinderstall wurde zur Tischlerwerkstatt, gleich daneben steht eine Metallwerkstatt. „Das passt. Wir ergänzen uns gut“, sagt Dehl. Der Tischlermeister und seine acht Mitarbeiter, darunter ein Lehrling, sehen sich als Handwerker für die Region. Innentüren aufarbeiten, neue Möbel aus Massivholz herstellen, aber auch alte aufarbeiten sowie Fußböden verlegen sind die meist gefragten Aufgaben. Hinzu kommen noch Reparaturen aller Art“, ergänzt Dehl. Den Wechsel von der Metall- in die Holzbranche hat der 50-Jährige jedenfalls nie bereut, zumal er seit mehr als 20 Jahren als Tischler sein Geld verdient.

Doch neben dem Geschäft war und ist es Gunter Dehl wichtig, sich in Raben Steinfeld zu engagieren – und das nicht nur als Mitglied der Gemeindevertretung. „Bei uns im Dorf gibt es sehr viele aktive Vereine“, betont Gunter Dehl. Er unterstützt vor allem den Seniorenförderverein und den Reitverein „Hubertus“. „Ich will mich da auch nicht verzetteln, konzentriere mich daher auf diese beiden Vereine“, erläutert Dehl. Zugleich kann sich der 50-Jährige gut vorstellen, dass die Angebote und die Arbeit der Vereine besser verknüpft werden könnten. „Wenn es uns gelingt, dafür eine passende Form zu finden, bringe ich mich da gerne ein.“

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erstellt am 22.Mai.2016 | 23:52 Uhr

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