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Wir in Cambs : Neu-Cambser in der Feuerwehr engagiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stuckateur Jens Bloch-Hauff bringt sich nach der Arbeit in die Gemeinschaft ein

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 09:52 Uhr

Ein Laster ist vorgefahren, ein Kran hat die Treppenstufen aufgeladen, noch schnell wechselt Jens Bloch-Hauff ein paar Worte mit dem Fahrer – und schon fährt das Fahrzeug mit der Ladung davon. „Das sind weitere Treppenstufen für das Schweriner Schloss“, erzählt der Cambser. Der Stuckateur hat sie in seiner Werkstatt aus Beton gefertigt, bestimmt sind die Teile für die Treppe, die vom Schlossvorhof hinauf zur Balustrade führt. Weil die Treppenstufen so groß sind, wird jede einzelne in zwei Teilen gefertigt. 20 Stufen muss Jens Bloch-Hauff herstellen. Etwa ein Drittel ist fertig. Macht es ihn stolz, für das Schloss zu arbeiten? Für das Schloss zu arbeiten sei für ihn nichts Außergewöhnliches. Er habe schon früher auf dieser Baustelle zu tun gehabt.

Auf einen ganz anderen Auftrag aus Lenzen bei Dömitz ist Jens Bloch-Hauff aber tatsächlich stolz. Dort habe er einen Zierbrunnen mit einem Durchmesser von 3,20 Meter aus gelbem Beton geschüttet. Der ist achteckig und nicht symmetrisch. Das sei eine Herausforderung gewesen!

Seine Werkstatt hat der Stuckateur in Cambs – in einem alten Flachbau, der lange leerstand. Seit zwei Jahren wohnt er auch in Cambs, vorher war die Familie in Brahlstorf zu Hause. Jetzt hat er gleich am Haus eine Werkstatt und einen großen Garten. „Die Wohnlage gefällt uns hier besser“, begründet er den Umzug. Mit uns meint er seine Familie: seine Frau, die zwei Kinder, 12 und 15 Jahre alt und sich selbst. Sie alle mögen das Landleben, besonders der Familienvater, der in Schwerin groß geworden ist. „Cambs ist nicht zu weit weg von Schwerin, unser Haus liegt im alten Dorfkern, ich habe Platz zum Werkeln. Und gute Nachbarn.“

Seit Kurzem ist der 43-Jährige Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Cambs. Er sei gefragt worden. Eigentlich wollte er keine Uniform tragen. Doch dann habe er gesehen, dass der Wehr Leute fehlen. Aber sie soll im Falle des Falles helfen – anderen und gegebenenfalls auch einem selbst. Und so habe die Vernunft gesiegt – Uniform hin oder her. Im Januar will die Wehr mit Übungen loslegen und der 43-Jährige ist dabei. Die Feuerwehr hat schon einmal seine Hilfe in Anspruch genommen: Als das Gebäude saniert worden war und ein neuer Schriftzeug her musste, übernahm das Jens Bloch-Hauff.

Seine Werkstatt in Cambs führt Bloch-Hauff seit zehn Jahren. Irgendwann, als die Cambser ihn schon etwas besser kannten, fragten sie ihn, was er als Stuckateur eigentlich mache. Da habe er zu „Kunst offen“ seine Werkstatt weit aufgemacht, damit sich Interessierte selbst ein Bild von seiner Arbeit machen können – von der Gestaltung mit Gips, Putz und Beton. Und zwei Künstler waren auch noch mit von der Partie.

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