Wir in Leezen : Mit Brückenbau in die Zukunft

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Bauleute der Leezener Firma Matthäi sind gefragte Spezialisten in MV

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24. November 2015, 10:52 Uhr

„Das größte Projekt ist nicht immer das kniffligste.“ Björn Bick, Geschäftsführer der Leezener Baufirma Matthäi, macht das an aktuellen Baustellen fest: Die neue Straßenbrücke über die Bahngleise am Wittenburger Berg von Schwerin sei eine echte Herausforderung. „In nicht einmal einem Jahr an so einer engen Stelle und bei laufendem Bahnverkehr diese Brücke zu errichten, das trauen sich nicht viele zu. Aber wir können das, wir machen das“, betont Bick. Und er belegt das: „Wir sind pünktlich bis zum 15. Dezember fertig.“

Zudem ist klar, wo und wie es für die Brückenbauer weitergeht. Schon seit Juni baut Matthäi gemeinsam mit der Linzer Firma MCE im Eldetal bei Grabow eine Doppelbrücke für die A 14. „Je Fahrtrichtung entsteht ein Bauwerk“, erläutert der technische Leiter Michael Krakow. Und jede dieser Brücken überspannt sowohl die alte Elde als auch die Müritz-Elde-Wasserstraße. „Unser derzeit größtes Projekt, ein toller Auftrag“, freut sich Bick und fügt gleich an: „Wir sind aber nicht nur auf Großprojekte aus. Es gibt keine zu kleinen Aufträge.“

An zwei Dingen dürfe aber auf keiner Baustelle gerüttelt werden: Termintreue und Qualität. „Das verlangen wir von jedem unserer 85 Mitarbeiter“, unterstreicht Krakow. So hat sich Matthäi in den zurückliegenden 25 Jahren einen Namen zwischen Oder und Elbe gemacht. In dieser Zeit sind die Tief- und Straßenbauer auch zum Brücken-Spezialisten geworden. „Inzwischen machen wir mehr als die Hälfte unseres Umsatzes mit Brückenbau“, verrät Bick. „Diese Neuausrichtung Anfang der 2000er-Jahre war richtig. So war es auch möglich, die Anzahl der Mitarbeiter seit Jahren stabil zu halten.“

Die Anfänge der Firma Matthäi liegen in den 1930er-Jahren – als ein Familienunternehmen im Straßen- und Tiefbau in Niedersachsen. Nach der Wende gab es im Osten einen enormen Nachholebedarf. 1991 wurde eine eigenständige Firma unter dem Markennamen Matthäi in Schwerin eröffnet. Dort wurde es schnell zu eng. 1998 erfolgte der Umzug nach Leezen. Die Firma rekultivierte eine alte Deponie, Verwaltung und Betriebshof sind seitdem am Ortsrand zu finden. „Die Gemeinde hat sich damals sehr darum bemüht, dass wir nach Leezen kommen“, betont Bick. Die Firma habe das nie bereut, bringt sich ganz bewusst ins Dorfleben ein. So stellt sie beim Frühjahrsputz immer Technik bereit. Und wenn beispielsweise Kies an der Badestelle fehlt, helfen die Bauleute unkompliziert. „Schüler, Handballer und Feuerwehrleute im Dorf können immer mit Unterstützung rechnen“, unterstreicht Bick. Denn gerade die Förderung von Kindern und Jugendlichen gehört im Firmenverbund Matthäi zur Unternehmensphilosophie. Gerhard und Karin Matthäi haben für genau diesen Zweck schon 2006 eine Stiftung ins Leben gerufen.

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