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Wir in Cramonshagen : In der Region fest verwurzelt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft beackert Cramonshagener Felder

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 13:24 Uhr

Die Landwirtschaft hat die Gemeinde Cramonshagen seit jeher geprägt. Die lehmhaltige Endmoränenlandschaft sorgt für gute Böden, die Bauern dafür, dass die Felder bestellt werden und das Gewachsene geerntet werden kann. Zu DDR-Zeiten gab es dort die „LPG 7. Oktober“. 1992 ging daraus die LEG, die Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Cramonshagen hervor. 15 Mitarbeiter kümmern sich derzeit um 1150 Hektar Land, 400 Milchkühe und eine Biogasanlage.

David Kureck sitzt an seinem Schreibtisch und schaut auf seinen Computer-Bildschirm. Er hat die Datei „Planung für die Düngerausbringung im Frühjahr“ geöffnet. Agraringenieur David Kureck plant viel. Als Vorstandsvorsitzender der LEG kümmert sich der Wismarer um die Gesamtbetriebsleitung und im Speziellen um die Pflanzenbauleitung. Was auf den Feldern, im Kuhstall im benachbarten Böken oder rund um die Biogasanlage passiert, das hat er alles im Blick. „Ich fahre auch selber gerne mit dem Traktor los, denn dann weiß ich am besten, was draußen los ist“, sagt der 36-Jährige. Weizen, Gerste, Raps oder Mais sind für den Landhandel bestimmt. Die rund 3,5 Millionen Kilogramm Milch gehen in die Molkerei nach Upahl und sorgen – genau wie der Ackerbau – für etwa 40 Prozent des Umsatzes. „Die anderen 20 Prozent steuert die Biogasanlage bei. Der Strom wird ins Netz der Wemag gespeist“, weiß David Kureck. „Der Jahresgesamtumsatz schwankt.“ Im Spitzenjahr 2014 standen 4,5 Millionen Euro zu Buche, im aktuellen Jahr rechnet Kureck mit 2,5 Millionen. „Bei Milch und Getreide sind die Preise im Keller. Zu viel Angebot, zu wenig Nachfrage“, sagt er.

In Cramonshagen ist die Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft eine feste Größe. Die Steuern fließen in die Gemeindekasse und wenn im Dorf Hilfe benötigt wird, sind Kureck und Co. zur Stelle. Immerhin gehören zum Fuhrpark des Unternehmens neben den vier Traktoren und einem Mähdrescher auch ein Radlader. Und der ist im Einsatz, wenn der Baumschnitt für das Osterfeuer zusammengetragen werden muss oder wenn im Park Pflanzen und Büsche eingesetzt werden. „Das machen wir gerne“, sagt der Betriebsleiter – und das soll sich in Zukunft auch nicht ändern.

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