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Wir am Schweriner See : Fische und Vögel als Ein- und Bewohner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Innensee ist Heimat für Fische, Vögel und Vereine – und offizieller Stadtteil

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 23:53 Uhr

61,5 Quadratkilometer umfasst die Gesamtfläche des Schweriner Sees. Damit ist er der zweitgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern und der drittgrößte Binnensee in Deutschland. Allerdings ist der See auch ein Stadtteil – wenngleich auch ohne einen einzigen Bewohner. In Bezug auf seine Funktion als Stadtteil schrumpft die Größe des Sees aber auf den Innensee. Der macht mit seinen 25,95 Quadratkilometern fast 20 Prozent der gesamten Fläche Schwerins aus.

„Der Schweriner Innensee ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt. Der Bewohner, der bis vor einiger Zeit auf Ziegelwerder gewohnt hatte, war jedoch kein Bewohner des Stadtteils. Ziegel- und Kaninchenwerder gehören verwaltungstechnisch zu Mueß“, erklärt der Leiter der Unteren Vermessungs- und Geoinformationsbehörde, Ulrich Frisch. Außerdem habe der Schweriner See auch keinen Ortsbeirat, was aber auch nicht zwingend für jeden Stadtteil vorgeschrieben sei.

Viele Vögel und Fische fühlen sich am und im Schweriner See wohl. Neben Schwänen, Reihern und Singvögeln erblickt man mit Glück auch den einen oder anderen Seeadler, die mehrere Horste am Außensee haben. Auch Kormorane sind seit einigen Jahren heimisch am Schweriner See. Im Wasser tummeln sich neben Barsch, Hecht und Zander auch Aal und zahlreiche Weißfischarten. Doch nicht nur viele Tiere nennen den Schweriner See ihre Heimat – auch viele Vereine und Wassersportler sind am See zu Hause. Egal ob Angel- oder Segelverein, oder Tauchschule – der Schweriner See ist nicht nur Ruhepol, sondern auch Treffpunkt für Abenteuerlustige. So gilt besonders der Zippendorfer Strand als Treffpunkt für Hobbyschwimmer und Badenixen im Sommer.

In der warmen Jahreszeit legen die Schiffe der Weissen Flotte von der Schlossbucht ab und bieten Einheimischen und Touristen die Möglichkeit einer Rundfahrt über den Innensee. Doch auch per pedes bietet der See zahlreiche schöne Stellen und Orte, die Naturliebhaber erkunden und entdecken können.

Schon 1870 galt die Insel Kaninchenwerder als einzigartiger Rückzugs- und Ruheort im See. Nicht umsonst schrieb der Dichter Heinrich Seidel: „Ein herrlicher Anblick, wenn an einem stillen schönen Sommerabend hinter der Stadt die Sonne untergeht und die dunklen Türme, Giebel und Zinnen mit Glorienschein umsäumt, während diese ganze Pracht sich im See widerspiegelt.“ Heutzutage gibt es dort Gastronomie und einen Aussichtsturm. Ein tolles Ausflugsziel für alle – mitten im Schweriner See.

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