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Wir in Sülstorf : Firma Lemke auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Metall- und Anlagenbauer braucht mehr Produktionsfläche und mehr Mitarbeiter

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 13:25 Uhr

Vier Betriebe hat er als Angestellter mit aufgebaut. Den fünften, das stand für Peter Lemke vor vier Jahren fest, den betreibt er selbst. Und deshalb gibt es im kleinen Sülstorf seit Anfang 2012 auch die Metall- und Anlagenbau Lemke GmbH, um von diesem Standort aus Kunden in ganz Deutschland zu beliefern.

Die Bahnhofstraße in Sülstorf. Früher rumpelten große Fahrzeuge über diese Straße zu den Hallen der LPG, nach der Wende zu Firmen, die ihre Geschäfte dort mittlerweile aufgegeben haben. Heute biegen Lkw um die Ecke, um Rohlinge anzuliefern und be- und verarbeitete Metalle wieder abzuholen. Peter Lemke hat das Gelände samt Hallen gekauft. Er hat sich was aufgebaut. Was eigenes. Und er hat investiert. Rund zwei Millionen Euro. CNC-Dreh-Fräszentrum, Bandsägevollautomat oder Fünf-Achs-Bearbeitungszentren mit Dreh-Schwenktisch – das meiste Geld haben die Computer gesteuerten Maschinen verschlungen. „Alles auf dem neuesten Stand. Nur so ist die Firma auch wettbewerbsfähig“, weiß der 47-Jährige. Die Branche kennt er in- und auswendig. Werkzeugmacher hat er gelernt, seinen Meister in der Fachrichtung Metall gemacht, sich dann zum Betriebswirt weitergebildet. Geboren wurde Lemke in Neumünster. In Schleswig-Holstein hat er auch lange gearbeitet, bevor er 2001 dann ins mecklenburgische Hagenow kam. Dort lernte er seine Frau Christina kennen und fasste 2011 den Entschluss, sein eigener Chef zu werden. Mittlerweile arbeitet seine Frau auch im Betrieb, kümmert sich um die Buchhaltung.

Neben den Lemkes sind jetzt acht Angestellte damit beschäftigt, die Maschinen mit Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing und andere Legierungen oder Kunststoffen zu versorgen. Dann wird gedreht, gefalzt und gestanzt, gebogen, geschweißt und gelasert. Heraus kommen Einzelstücke, Prototypen, Klein- und Großserien. „Im Anlagenbau entstehen komplette Maschinen und Installationen für Lebensmittelindustrie, Medizintechnik, Maschinenbau und weitere Bereiche“, weiß Peter Lemke.

„Wir freuen uns natürlich, dass sich die Firma Lemke bei uns angesiedelt hat und auf dem Gelände an der Bahnhofstraße weiter gearbeitet wird“, sagt Bürgermeister Horst Busse und freut sich auf künftige Gewerbesteuereinnahmen. Die fließen derzeit noch nicht, denn die Metall- und Anlagenbau Lemke GmbH will weiter investieren. Zu den bisherigen 1200 Quadratmetern Produktionsfläche sollen bis Ende des Jahres 560 hinzu kommen. Drei Mitarbeiter auch. Diese zu finden sei nicht so einfach, sagt Lemke, deshalb wolle er bald auch auf Lehrlinge setzen. So könne er künftige Facharbeiter im eigenen Betrieb ausbilden – und diese dann übernehmen.

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