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Wir in Demen : Ein Stück Schweden ist auch hier zu Haus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Demener Ziolkowskiring wird gearbeitet, gefeiert und auch geschossen

Mit einem Farbband für einen Panasonic-Drucker für 9,50 D-Mark hat alles angefangen. „Mein erster verkaufter Artikel“, sagt Wolfgang Höfer. Die Kopie des Kassenbons von 1992 hat er aufbewahrt. Mit einer Computerfirma hatte er vor 24 Jahren im Demener Ziolkowskiring angefangen. Nach wenigen Monaten kam eine Küche dazu. Ungeplant. „Die Kommune wollte die Küche, die Schule und Kita versorgte, privatisieren. Wir wollen uns nur um das bargeldlose Kassieren kümmern“, erzählt Höfer. Die Pläne der Gemeinde wurden von der Kommunalaufsicht durchkreuzt. „Ich hatte die Küche an der Backe“, sagt Höfer und lacht. Was damals gewagt war, habe sich im Laufe der Jahre ausgezahlt. Derzeit hat die UWM Demen 146 Angestellte. „Klar, gab es auch bessere Zeiten. Wir haben so manche Turbulenzen überstanden und sind nun wieder in ruhigem Fahrwasser“, sagt der 61-Jährige. Bis zu 6500 Essen werden am Tag in Demen zubereitet und von dort an Schulen und Kindergärten sowie an Kantinen ausgeliefert. Wohin? Höfer verweist auf eine große Landkarte an der Wand. Kleine Fähnchen zeigen, wohin das Essen der UWM Kulinaria geht: Lübeck, Boizenburg, Lübz, Ludwigslust, Teterow und Waren sind mit einem Pin versehen – wie viele weitere Orte in MV. Noch großflächiger arbeitet die UWM Catering/Logistik. Dieser Firmenzweig kümmere sich um das bargeldlose Kassieren. „Da haben wir sogar Kunden in Süddeutschland“, so Höfer.

Seit 2008 betreibt der UWM-Chef auch das Demener Evita-Forum im Ziolkowskiring. Es hat sich mit den Jahren zum großen Veranstaltungsort etabliert und sich in ganz Deutschland einen Namen gemacht. 22 Veranstaltungen stehen für 2016 fest im Kalender. „Aber das ist nicht alles“, sagt Wolfgang Höfer. Seine Mitarbeiter kochen auch gelegentlich für die Staatskanzlei und andere größere Veranstaltungen in der Landeshauptstadt und den umliegenden Orten.

Aber auch für die eigene Gemeinde und Vereine habe er stets ein offenes Ohr und wie beispielsweise für die Schützen aus Groß Niendorf auch eine Lösung für ihr Problem. „Wir wollten gern eine Außenanlage mit Tierattrappen. Aber bei uns einfach nicht das geeignete Areal“, sagt Markus Nonnemann. Es brauchte nur wenige Gespräche zwischen dem Schützen aus Crivitz und Wolfgang Höfer – schnell war eine Idee spruchreif. „Wir haben hier den Platz und haben den gern zur Verfügung gestellt“, erklärt der UWM-Chef. So fanden in den vergangen Wochen 30 dieser Tierattrappen für Bogenschützen in Demen Unterschlupf. „Der Südschweden-Parcours mit den landestypischen Tieren wie dem Karibu ist damit in Norddeutschland einmalig und wird sicher auch andere Bogenschützen nach Demen ziehen und den Namen über die MV-Grenzen hinaustragen“, freut sich Nonnemann. Auch Wolfgang Höfer ist froh: „So können wir unseren Gästen wieder eine Attraktion mehr bieten – neben dem Museum mit der Raketengeschichte im militärischen Bereich und der Offroad-Bahn.“

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erstellt am 17.Mai.2016 | 14:06 Uhr

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