Wir in Lübesse : Die Saubermacher von Lübesse

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Schneiden, wischen, fegen: Mit Hausmeisterservice auf Expansionskurs

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24. November 2015, 14:38 Uhr

Irgendwann hatte Andy Maack die Nase voll. Kilometer um Kilometer auf der Autobahn. Montag mit dem Auto nach Dänemark. Freitag wieder zurück. Montag mit dem Auto nach Holland. Freitag wieder zurück. Woche für Woche. „So ist das auf Montage“, sagt Andy Maack. Maler und Lackierer hat er gelernt, sein Geld lange mit Arbeit im Ausland verdient. Fünf Jahre lang. Dann war Schluss. Zeit für eine Veränderung. Zeit für einen Neuanfang. Zeit, sein eigener Herr zu werden.

Ein Hausmeisterservice sollte es sein. Hausmeisterservice Andy Maack. In Lübesse. Gärten pflegen, Keller entrümpeln, Treppenhäuser reinigen, Möbel aufbauen. 2011, im April, legte er los. Mutter Sabine half mit, gab ihren Job als Reinigungskraft in einem Altenheim auf. Jetzt legten sie los, schnitten und streuten, wischten und wuschen , renovierten und reparierten. Die Arbeitstage sind lang. Das ist für Selbstständige selbstverständlich. Die Mühe lohnte sich. „Der Andy“, so hat sich das rumgesprochen, „der macht das gut“. Mehr Kunden, mehr Angestellte. Vier Mitarbeiter sind mittlerweile unterwegs – alle ausgestattet mit eigenen Dienstfahrzeugen.

Andy Maack, 28, ist in seiner Heimatregion wieder verwurzelt. Hier lebt und arbeitet er jetzt wieder. Und er hilft, wenn er kann. Er sponsert T-Shirts für den Nachwuchs und die Damen der Freiwilligen Feuerwehr Lübesse. Er macht Dienstleistungen in der Kita „Sonnenschein“ zum Extra-Preis oder reinigt auch schon mal das Gemeindehaus gratis. „Mache ich gerne“, sagt Andy Maack.

Herbstzeit ist Laubzeit. An diesem windigen Nachmittag sind Andy Maack und Mutter Sabine im Gewerbegebiet Lübesse im Einsatz. Die rot-braunen Blätter müssen weg vom Grundstück der Firma Meyer Bau. Eine von rund 35 festen Auftraggebern des Hausmeisterservices. Und bald vielleicht auch Gewerbenachbar von Andy Maack. Hier will der Jungunternehmer ein Grundstück kaufen. 5000 Quadratmeter. Die Gemeindevertretung hat schon grünes Licht gegeben. Eine Halle soll gebaut werden. „Dann können dort unser Fuhrpark und die Gerätschaften rein“, sagt Maack. Bisher stehen Trecker, Firmenwagen oder Rasenmäher in angemieteten Räumen. Ein neuer Mitarbeiter soll auch eingestellt werden. Die kleine Firma expandiert. „Die Selbstständigkeit habe ich nicht bereut“, sagt er, stopft Blätter in eine n Sack und fährt danach zum nächsten Termin. Nach Schwerin. Dänemark und Holland – da braucht er nicht mehr hin zur Arbeit.

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