Stralendorf : Gemeinde steuert auf 1000 zu

 Platz-Not am GymnasialenSchulzentrum in Stralendorf . Amtsausschuss plant schon nächsten Anbau.
Platz-Not am GymnasialenSchulzentrum in Stralendorf . Amtsausschuss plant schon nächsten Anbau.

Schülerzahlen steigen: Amtsausschuss hat Bedarf ermittelt Nächster Sanierungsschritt ist angestoßen und Sonderausschuss gebildet

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18. August 2020, 05:00 Uhr

Es ist die „größte Nummer“ aktuell im Stralendorfer Amtsbereich, So bezeichnet jedenfalls Vize-Amtsvorsteherin Marianne Facklam das Sanierungsprojekt der Schule. Und um die ging es auch jüngst beim Amtsausschuss. Der erste Sanierungsblock ist angeschoben, die ersten Arbeiten starten demnächst. Doch jetzt ist schon klar: Es wird nicht ausreichen. Und so haben die Mitglieder des Amtsausschusses jetzt die Voraussetzungen für eine zweite Erweiterung geschaffen. Der Planungsauftrag wird ausgelöst. Ist dieser fertig, könnte der nächste Fördermittelantrag rausgehen. In diesem Jahr rechnet sie nicht mehr mit einer Antwort, aber 2021. Und dann könnte 2022 der zweite Sanierungsschritt beginnen.

„Auch Corona hat gezeigt, dass die Räume viel zu klein und zu wenig sind. Schulleiter und Lehrerkollegium leisten aktuell großartige Arbeit, aber das kann kein Dauerzustand bleiben“, betont Marianne Facklam. Die Holthusener Bürgermeisterin hat mit ihren Amtskollegen selbst die Statistik bemüht, um einen realistischen Blick in die Zukunft zu werfen, wie sie sagt: „Es kann ja nie jemand sagen, mit wie vielen Kindern wir in den kommenden Jahren rechnen müssen“, erzählt sie und spricht dann über konkrete Zahlen. So gehen die Amtsausschussmitglieder 2030 von rund 200 Schülern mehr aus als jetzt. Momentan sind im gymnasialen Schulzentrum rund 750 Schüler. „Wir müssen diese Zahlen wahrscheinlich noch nach oben korrigieren, immerhin wird in den Dörfern fleißig gebaut. Viele junge Familien zieht es aufs Land“, sagt Marianne Facklam. Sie spricht aber auch über umfangreiche Vorarbeiten. Einige Millionen verschlingen die Erweiterungen und Sanierung im Schweriner Umland. Hinzu kämen die vielen Vorschriften und Änderungen. „Fördermittelanträge haben gut und gern ein Dutzend Seiten – mindestens. Und genau deshalb haben die Amtsausschussmitglieder jetzt einen Ausschuss für die Schulsanierung gegründet. Im September werde dieser seine Arbeit aufnehmen. Acht Mitglieder werden dann in die Vorschriften und Planungen abtauchen. „Wir wollen da nichts zerreden, sondern es geht um zielgerichtete Arbeit. Eine Schule zu sanieren oder zu erweitern, das ist ein großes Stück Arbeit“, sagt sie mit Nachdruck.

In zwei Jahren werde zudem noch einmal mit dem Schulamt über die Schuleinzugsbereiche verhandelt. „Auch da wissen wir nicht, wo die Reise genau hingeht. Ungeachtet dessen ist aber klar, wir brauchen viel mehr Platz“, betont Marianne Facklam.

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