Platzmangel in Plater Schule : Gemeinde rüstet sich für Nachwuchs

Die Angler haben sich im Haus an der Stör bereits eingerichtet, nun müssen sie wohl wieder ausziehen – vorerst.
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Die Angler haben sich im Haus an der Stör bereits eingerichtet, nun müssen sie wohl wieder ausziehen – vorerst.

Gemeindevertreter beschließen Um- und Ausbau der Kinder- und Jugendeinrichtungen – provisorisches Domizil für Angler geplant

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24. Mai 2017, 14:00 Uhr

Die Weichen sind gestellt, jetzt warten die Plater Gemeindevertreter auf verlässliche Zahlen. In Kita, Hort und Schule wird es künftig nicht mehr genügend Platz geben. Alle drei Häuser sollen ausgebaut werden. Auch wenn die Berechnungen und Prognosen des Jugendamtes Ludwigslust-Parchim vor wenigen Monaten noch anders aussahen, bestätigt die Behörde der Kommune nun einen deutlich höheren Bedarf. „Dieser kann auch nicht durch die Einrichtungen der umliegenden Gemeinden abgefangen werden“, zitiert Bürgermeister Ronald Radscheidt ein entsprechendes Schreiben der Jugendhilfeplanung. So sei die Gemeinde gezwungen, das jetzige Konzept zu überdenken und mehr Platz zu schaffen (wir berichteten). Die ersten Überlegungen dafür lagen am Montagabend während der Gemeindevertretersitzung bereits auf dem Tisch. „Wir haben gar keine Wahl. Wir müssen etwas tun. Der Aus- und Umbau der jetzigen Gebäude ist die einzig vernünftige Lösung“, warb Gemeindevertreterin Marion Funk um Verständnis bei ihren Mitstreitern. Dass die bisherigen Planungen anders waren, sei nun nicht zu ändern. „Wir müssen den Blick nach vorn richten“, schob sie hinterher.

Auch Bürgermeister Radscheidt ist nicht hellauf begeistert. Immerhin bedeutet diese neue Planung auch für viele andere Vorhaben, dass diese in die Warteschleife kommen. „Aber ich denke doch, dass alle verstanden haben, dass die Kinder und Jugendlichen in unserer Gemeinde Vorrang haben – beispielsweise gegenüber Parkplätzen am Preister Acker“, sagte Radscheidt. Die von ihm vorgeschlagene Übergangslösung für die Kita-Betreuung im ehemaligen Hort stieß nicht bei allen Gemeindevertretern sofort auf Gegenliebe. So gab Klaus-Peter Elsholt zu bedenken: „Das Haus ist in keinem guten Zustand, da muss erst ordentlich investiert werden, dass es überhaupt als Notlösung dienen kann.“ Auch, dass die Angler jetzt wieder ausziehen müssen, fand er nicht gut. Allerdings hat die Gemeinde die Notlösung schon vom Landkreis prüfen lassen. „Wir haben die Ausnahmegenehmigung für mindestens ein Jahr bekommen – aber eben nur als Zwischenlösung“, erklärt der Bürgermeister. Und zu den Anglern erklärte er, dass auch dafür bereits eine Alternative auf dem Tisch liegt. Eine Container-Lösung könne es werden. „Wir werden uns damit arrangieren, denn wir wissen ja, warum wir aus dem Haus müssen. Und: Es gibt ein Zurück“, sagte Horst Brügmann, Gemeindevertreter und Vorsitzender des ortsansässigen Angelvereins. Auch er sieht den Bedarf, der mit den neu angedachten Wohngebieten nicht kleiner werde. „Wir wollen eine junge Gemeinde sein, dann müssen auch Kita-, Hort- und Schulplätze da sein“, fasst er es zusammen.

Für die anderen Plater Gemeindevertreter wie Manfred Rieckhoff war das Problem nach allen den Erläuterungen nachzuvollziehen, die Lösung ein Kraftakt, der aber zu schaffen sei. „Es ist alternativlos“, sagte Rieckhoff und hob die Hand – der Beschluss für Erweiterung und Umbau von Schule, Hort sowie Kita wurde einstimmig gefasst. Nun können die Planungen beginnen. Wenn verlässliche Zahlen auf dem Tisch liegen, werde entschieden, versicherte Radscheidt.

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