Seehof : Gemeinde plant eigene Kita

Früher stand hier ein Schweinestall, jetzt soll auf die Grünfläche eine Kita gebaut werden.
Früher stand hier ein Schweinestall, jetzt soll auf die Grünfläche eine Kita gebaut werden.

Bis 2020 sollen Krippe und Kindergarten stehen. Ein Betreiber wird bereits gesucht

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18. Mai 2018, 05:00 Uhr

Kinder sind die Zukunft – darauf haben sich jetzt auch die Gemeindevertreter von Seehof verständigt. Und genau in diese Zukunft wollen die Abgeordneten jetzt investieren. Mehrheitlich haben sie sich während der jüngsten Gemeindevertretersitzung für den Bau einer Kindertagesstätte inklusive Krippe ausgesprochen. „Wir haben gesehen, dass der Bedarf dafür da ist und wir dringend handeln müssen“, erklärt Vize-Bürgermeister Helmut Breitag. Die Analyse habe ergeben, dass allein im Sozialraum Lübstorf im kommenden Jahr 30 Kita-Plätze fehlen. Bislang habe sich die Gemeinde Seehof bei der Kinderbetreuung auf die benachbarten Kommunen verlassen. „Das müssen wir jetzt dringend ändern und endlich Verantwortung übernehmen“, erklärt Helmut Breitag. Denn 40 Kinder sind es derzeit, die aus der Gemeinde Seehof auf Einrichtungen in Schwerin oder die umliegenden Kitas in den Dörfern verteilt sind. „Es mangelt ganz klar nicht an Bedarf und die Aussicht auf mehr ist ebenso da“, fügt er hinzu und verweist auf erste Generationswechsel in den Wohngebieten, die nach 1990 in der Gemeinde entstanden sind.

Zwar sei das Limit an Neubaugebieten bis 2020 jetzt ausgeschöpft. Weitere Stadt-Umland-Gespräche würden folgen und da wolle die Gemeinde Seehof mit einer besseren Infrastruktur punkten – einer eigenen Kita. Doch dafür gelte es noch einiges zu tun.

Gebaut werden soll an der Straße zum Campingplatz. „Auf der rechten Seite, wenn man zum See runter fährt, hat die Gemeinde ein Grundstück“, erläutert Helmut Breitag. Noch sei für die Fläche im Bauplan ein Hotel vorgesehen, doch das könne geändert werden. Der Bauausschuss habe die rechtlichen Bestimmungen bereits erörtert, so Breitag. Bodenuntersuchungen sollen folgen.

Wie groß und wie teuer das Vorhaben wird, ist noch unklar. „Mit dem Amt ist ausgemacht, dass wir bis zum 30. August alles zusammen haben und Fördermittel beantragen können“, sagt der Vize-Bürgermeister. Nebenbei werde auch ein Betreiber gesucht, denn die Kommune wird die Kita nicht in Eigenregie führen. Ziel sei es, im kommenden Jahr mit dem Bau zu beginnen und 2020 einzuziehen.

Doch eine Kita ist nicht das einzige Projekt für dieses Areal. Auch Campingplatz-Betreiber Knuth Reuter plant eine Erweiterung. Allerdings, so Helmut Breitag, auf der anderen Seite des Weges. „Wir kommen uns dort nicht ins Gehege“, versichert der Vize-Bürgermeister.

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